24 Möglichkeiten mit Bloggen Geld zu verdienen ohne Werbung
Peer Wandinger von Selbstaendig-im-Netz.de veranstaltet mal wieder eine Blogparade. Da es diesmal um das Thema Geld verdienen geht, möchte ich bei dieser “Veranstaltung” natürlich nicht fehlen. Genauer gesagt ist das Thema “Geld verdienen ohne Werbung“. Ich möchte mich hierbei aber ausschließlich auf die Möglichkeiten für Blogger beschränken. Außerdem werde ich lediglich auf die Nachteile eingehen, weil der größte Vorteil bei allen Geldquellen das Geld ist.
Bezahlte Posts
Da Peer als Werbung AdSense und Banner definiert, möchte ich die Möglichkeit der bezahlten Artikel hier anführen. Eigentlich sind auch diese im engeren Sinne Werbung.
Man lässt sich als Blogger dafür bezahlen, dass man einen Artikel über ein Produkt, ein Internet-Projekt, ein Tool oder eine Veranstaltung scheibt. Bekannte Anbieter, die solche Jobs vermitteln sind u.a. Trigami und Halimash.
Nachteile:
- nicht jeder bekommt einen Auftrag
- zum Teil sind die Entlohnungen sehr niedrig
- das Gehalt hängt unter anderem vom PageRank ab, welcher eigentlich keine große Bedeutung mehr hat
- manche Aufträge sind einfach zu kompliziert, für eine zu geringe Entlohnung
Linkverkäufe
Blogger haben die Möglichkeit gegen Geld, Links auf ihren Blogs zu platzieren. Um Angebot und Nachfrage zusammenzubringen haben sich einige Anbieter auf dem Markt platziert. Dazu zählen u.a. Link-Lift, Teliad oder MyLinkState
Nachteile:
- Google verbietet Linkverkäufe und sperrt unter Umständen den Google AdSense Account
- die Bezahlung erfolgt in der Regel nach PageRank
- nicht themenrelevante Links auf dem Blog können zur Verwirrung bei den Lesern führen
E-Books
Stefan Johne und Haris Halkic haben es vorgemacht. Sie brachten ein eigenes E-Book auf dem Markt und verkaufen es Lesern und anderen Internetnutzern. Für die Vermarktung eignet sich Digibux.de, da man hier kinderleicht Affiliates findet, die das E-Book für eine Provision bewerben und verkaufen.
Nachteile:
- man benötigt hohes Fachwissen, über das was man schreibt
- meist großer Zeitaufwand bis das E-Book fertig ist
- für gute Absatzzahlen braucht man ein großes Vertrauen der Leserschaft
- zusätzlicher Aufwand für eine Angebotsseite nötig
- bei schleppendem Verkauf evtl. weitere Investionen in Google AdWords
Videos
Eine Video-Reihe kann evtl. sogar ein E-Book ersetzen, wenn die Videos gut gemacht sind. Genießt man ein breites Vertrauen bei seinen Lesern, sind diese auch bereit für einen speziellen Zugang zu bezahlen.
Nachteile:
- wiederum Fachwissen über das was man redet nötig
- hohe technische Anforderungen (Mikrofon, Kamera, Schnittaufwand)
- Vertrauen der Leserschaft ist Voraussetzung
- nicht jeder hat das Talent, Dinge vor der Kamera ansprechend zu präsentieren
Podcasts
Macht man einen ausführlichen Podcast über ein Fachthema, kann es durchaus sein, dass Leute bereit sind dafür zu bezahlen.
Nachteile:
- Fachwissen über das was man redet nötig
- hohe technische Anforderungen (gutes Mikrofon)
- Vertrauen der Leserschaft ist Voraussetzung
- ein stotterfreier Podcast klappt nicht immer beim ersten Mal
DVD’s
Viele Leute freuen sich, wenn sie das Produkt zu Hause haben. Ihnen ist es wohler, für etwas Geld auszugeben, dass sie anfassen können. Diese Zielgruppe zieht eine DVD einer kostenpflichtigen Video-Reihe im Internet vor. Warum also nicht die produzierte Video-Reihe zu einem Fachthema auf DVD brennen?
Nachteile:
- Fachwissen über das was man redet nötig
- hohe technische Anforderungen (Mikrofon, Kamera, Schnittaufwand)
- Vertrauen der Leserschaft ist Voraussetzung
- nicht jeder hat das Talent, Dinge vor der Kamera ansprechend zu präsentieren
- Materialkosten (Rohlinge)
- zeitlicher Aufwand für Materialbeschaffung
- Brennerverschleiß bei hohen Bestellmengen
- zeitlicher Aufwand
- Logistischer und organisatorischer Aufwand (Verpacken, zur Post bringen etc.)
Skripte
Auch hier setzt man darauf, dass die Leute lieber etwas lesen, was sie in der Hand haben. Lesen auf Monitoren ist für viele Menschen einfach unkomfortabler. Deshalb kann man seine E-Books auch als Skript in Buntdruck anbieten, denn nicht jeder druckt sich mehrere hundert Seiten freiwillig in bunt aus.
Nachteile:
- man benötigt hohes Fachwissen, über das was man schreibt
- meist großer Zeitaufwand bis das Script fertig ist
- für gute Absatzzahlen braucht man ein großes Vertrauen der Leserschaft
- Druckkosten, die man vorstrecken muss
- zeitlicher Aufwand für das Drucken
- Logistischer und organisatorischer Aufwand (Verpacken, zur Post bringen etc.)
Spenden
Hier kann man sicher nicht von Geld verdienen sprechen, denn in den seltensten Fällen sind die Leute bereit etwas von ihrem Geld ohne Gegenleistung abzugeben. Dennoch kann man es versuchen mit einem kleinen Spendenbutton eine Hilfeaufruf zu starten. Wer kennt diese kleinen Widgets nicht: “Buy me a Coffee” oder “Buy me a Beer”. PayPal und auch Micropayment.de bieten solche Spendenbuttons an.
Nachteile:
- es springt nur sehr wenig dabei heraus
- untern Umständen verärgert man die Leute mit seiner Bettellei
Geheimnisse
Eine sehr ungewöhnliche Methode ist es mit einem Geheimnis Geld zuverdienen. Bisher kenne ich keinen, der diese Möglichkeit wahrgenommen hat. Ansätze für diese Methode sind jedoch durchaus vorhanden. Cashfreak.de kennt ein Keyword, mit dem man garantiert Top-Rankings erziehlt, weil es noch keiner nutzt. Er verlangte jedoch kein Geld, sondern gab gegen Backlinks diese Information heraus.
Nachteile:
- nicht jeder kennt Geheimnisse, für die die Leute bezahlen würden
- ist das Geheimnis sein Geld nicht wert, droht Unmut der Zahlenden
Rätsel
Die Möglichkeit ähnelt der Geheimnis-Methode. Man gibt seinen Bloggern ein kniffliges Rätsel auf und verspricht unendliches Erstaunen, wenn sie die Lösung heraus bekommen würden. Ganz besonders neugierigen Lesern bietet man die Lösung dann für 1,00 € an.
Eine gute Anwendungsmöglichkeit wäre die Bilderreihe mit dem Titel “Mindfuck – If you see it, you’ll shit bricks”. Einige dieser Bilderrätsel gibt es auf dem Mindfuckblog. Deren Lösungen könnte man zum Beispiel gegen ein paar Euro anbieten.
Nachteile:
- hohes Maß an Kreativität erforderlich
- die Nachfrage nach “des Rätsels Lösung” muss bestehen
Gewinnspiele
Warum soll man immer nur zusehen wie 9Live & Co. sich an Gewinnspielen dumm und dämlich verdienen? Darum starte dein eigenes Gewinnspiel, bei dem du verdienst. Sind die Preise attraktiv genug, gibt es viele Leute die bereit sind für die Teilnahme zu bezahlen.
Nachteile:
- für die Preise muss man in Vorleistung gehen
- nicht sicher ob man mit den Teilnahmegebühren die Ausgaben wieder einspielt
- man braucht sehr viele Teilnehmer, damit sich ein Gewinnspiel rechnet
- man hat schnell den Ruf eines Abzockers und verspielt so das Vertrauen der Leser
Themes
Wer gute Programmierkenntnisse hat, sollte diese anwenden und eigene Themes erstellen. Optisch schöne und besonders einzigartige Wp-Themes verkaufen sich besonders gut.
Nachteile:
- hohe Fachkenntnisse erforderlich (Programmieren, Designen)
- zeitlicher Aufwand
- evtl. werden Lizenzen für die Verwendung von speziellen Grafikprogrammen gebraucht
Eigene Plugins, Tools, Widgets
Als Blogger weiß man was sich die Kollegen wünschen und was nachgefragt wird. Hat man die nötigen Kenntnisse, erstellt man eigene Plugins, Tools oder Widgets. Ist die Nachfrage sehr hoch, kann man durchaus auch ein paar Euro verlangen (z.B. wie bei WpSEO).
Nachteile:
- gute Programmierkenntnisse nötig
- hohe Konkurrenz im Netz, die die gleichen Tools kostenlos anbieten
- zeitlicher Aufwand (Update-Arbeiten nötig)
Domainverkäufe
Ein guter Blogger hat das Vertrauen einer breiten Leserschaft. Hier kann es sich anbieten sein Domainportfolio mit entsprechenden Preisvorstellungen einmal offen zu legen. Überraschungsverkäufe kann es bei vielen Lesern immer mal geben.
Nachteile:
- die Nachfrage nach kostenpflichtigen Domains ist bei Bloglesern eher gering
- bei überzogenen Preisen macht man sich schnell unbeliebt
- Domainhandel passt thematisch nicht zu jedem Blog
Logos verkaufen
Viele würden sich wundern, wenn sie wüssten wieviele Blogger verkappte Grafik-Künstler sind. Warum diese Fähigkeiten nicht auch zu Geld machen? Also bietet eure Dienste auf eurem Blog an. Vielleicht springt ja der ein oder andere Auftrag raus. Athadi.at hat schon einige Logos für andere Blogger entworfen.
Nachteile:
- heutzutage kann fast jeder mit einem Grafikprogramm umgehen
- es gibt kostenlose Online-Tools, die einem beim Erstellen von Grafiken helfen
- die Nachfrage nach kostenpflichtigen Logos hält sich stark in Grenzen
Icons verkaufen
Hier gilt das gleiche wie für Logos, nur dass die Nachfrage nach guten etwas höher Icon-Sets relativ ist.
Nachteile:
- heutzutage kann fast jeder mit einem Grafikprogramm umgehen
- es gibt einfach zu viele kostenlose Icon-Gallerien im Internet
- die Nachfrage nach kostenpflichtigen Icons ist relativ gering
Newsletter
Newsletter sind in der Regel kostenlos. Bietet ein Newsletter aber sehr spezielle und wichtige Informationen, kann man versuchen diesen z.B. in Form eines E-Mail-Kurses zu verkaufen. Ein professionelles Newsletter-Tool ist beispielsweise Aweber.
Nachteile:
- der Aufbau eines guten E-Mail-Kurses nimmt viel Zeit in Anspruch
- großes Fachwissen ist nötig
- die Nachfrage nach kostenpflichtigen E-Mail-Kursen ist relativ gering
- stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht, kommt schnell Unmut bei den Käufern auf
Membership/Mentoring Programm
Wer ein echter Kenner seines Faches ist und gleichzeitig hohes Vertrauen seiner Leserschaft genießt, dem bietet sich die Möglichkeit eines eigenen Mentoring Programms. Dazu eröffnet man eine kostenpflichtige Community und stellt geschützte Inhalte zusammen, die nur den Membern frei zugänglich sind. So macht es beispielsweise auch Yaro Starak mit seinem Lernkurs Blog Mastermind.
Nachteile:
- äußerst zeitaufwändige Form der Wissensvermittlung
- man muss schon eine schillernde Figur der Blogosphäre sein, um ausreichend Nachfrage hervorzurufen
- nur für Vollzeit-Blogger geeignet
Merchandise Artikel für Blogger
Eine bisher stark unterschätzte Möglichkeit als Blogger Geld zu verdienen sind Merchandise Artikel für Blogger. Die Randgruppe der Blogger in Deutschland wird immer größer und die Mitglieder sind immer weniger gehemmt ihre Zugehörigkeit auch mitzuteilen. Deshalb sind T-Shirts mit Blog-Logos oder Adressen auch so beliebt. Viele würden es witzig finden, auf der Straße andere Blogger zu erkennen, weil sie auf ihren T-Shirts Fachbegriffe aus der Blogosphäre tragen.
Warum also nicht eine kleine Marke gründen und Merchandise Artikel für Blogger entwerfen?
Beispiel:
Die Marke “Bloggers only” verkauft T-Shirts mit den Aufdrucken “High-Traffic Blogger”, “Traffic Schlampe”, “SEO Blogger”, “Keyword Spammer” usw.
Das kann man natürlich auch für andere Produkte machen: Tassen, Aufkleber, Kugelschreiber,Sweatshirts etc.
Nachteile:
- die Realisierung ist mit Investitionen verbunden
- großer Marketing-Aufwand nötig
- erfordert Kreativität
Eigene Merchandise Artikel
Ist man auf dem Blogger-Olymp angekommen, dann kann man es wie die großen machen und seine eigenen Merchandise Artikel an die Leser verkaufen. Shoemoney oder John Chow wären sicherlich in der Lage größere Mengen abzusetzen.
Nachteile:
- nur für Blog-Gurus geeignet
- mit Investitionen verbunden
Freelancer Jobs
Besticht man als Blogger mit seinen Fähigkeiten, kommen schnell die Leute auf einen zu und machen Angebote. Viele Unternehmen suchen Freelancer in allen möglichen Bereichen. Auch ich habe schon ein Angebot als Projekt-Begleiter bekommen. Diese Jobs sind meist projektartig angelegt und somit zeitlich begrenzt. Ein guter Zuverdienst ist meist immer möglich.
Nachteile:
- Freelancer Jobs werden meist nur gering vergütet und erfordern schon eine gewisse zeitliche Intensität
- diese Jobs sind nicht kalkulierbar und entstehen meist nur durch Zufall
- sind sehr selten
Beratung von Firmen und anderen Bloggern
Wenn du gut bist, in dem was du machst, kannst du deine Kompetenz und Beratungsleistung offensiv auf deinem Blog anbieten. Es ist nicht unmöglich, dass das ein oder andere Kleinunternehmen auf dich zukommt und dich für eine intensive Beratung finanziell entlohnt.
Nachteile:
- hilfebedürftige Kunden sind nicht gerade besonders zahlungskräftig
- unter Umständen sehr hoher Zeitaufwand
- großes Fachwissen erforderlich
Veranstaltungen
Auch diese Geldquelle erschließt sich nur den prominentesten Bloggern. Diese werden häufig dafür bezahlt, dass sie auf Veranstaltungen gehen und eine Rede halten bzw. an einer Diskussionsrunde teilnehmen.
Nachteile:
- nur für eine handvoll Blogger auf der Welt wird Geld ausgegeben, dass sie an einer Veranstaltung teilnehmen
Virtual Goods
Eine noch sehr unerschlossene Geldquelle sind Virtual Goods. Menschen geben Geld aus für Dinge, die nur virtuell existieren. Ein gutes Beispiel ist das Projekt whatsyourplace.de. Hier kann man sich seine Lieblingsorte auf einer virtuellen Landkarte kaufen. Es gibt beispielsweiseauch ChatRooms, die Rosen verkaufen, welche man dann an seine Liebste weiterverschicken kann. Die Möglichkeiten sind unendlich, solange die Nachfrage da ist. Ist sie dies nicht, dann muss man sie wecken! Also lasst euch was einfallen!
Nachteile:
- erfordert ein hohes Maß an Kreativität
- meist besteht die Nachfrage noch nicht
- unter Umständen mit hohem organisatorischen und programmiertechnischen Aufwand verbunden















