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Abrechnung Geldkrieg.de

Ist es möglich mit einem Blog innerhalb von 365 Tagen ein Monatseinkommen in Höhe von $1.000 zu erwirtschaften? Das war die Frage, die ich mir stellte, als ich Geldkrieg – Das Blog-Experiment startete. Inzwischen habe ich die Antwort gefunden. Ja es ist möglich! Zahllose Blogger in der Blogosphäre haben das bereits bewiesen. Allerdings sind dafür eine Menge Voraussetzungen zu erfüllen. Das richtige Thema, der Schreibstil, die SEO-Optimierung etc.

Nach 8 Monaten Bloggen weiß ich natürlich was mit Geldkrieg.de möglich ist. Im Oktober habe ich es geschafft die $400-Marke zu knacken. Für mein Blogthema ist das ein großer Erfolg. Geldkrieg.de ist ein Geld-verdienen-im-Internet-Blog. Hier gibt es Tipps für besseres Bloggen, zur Monetarisierung und viele hilfreiche Tools. Die Konkurrenz rund um dieses Thema ist riesig. Die Nachfrage in diesem Bereich reicht jedoch nicht aus, um den besten Blogs dieser Nische einen hohen wirtschaftlichen Output zu bescheren.

Ich musste mir in der Vergangenheit schon richtig was einfallen lassen, um mich von all den anderen abzuheben und neue Stammleser zu gewinnen. Bis heute bin ich überzeugt, dass Geldkrieg.de sein Ziel erreichen kann. Folgendes ist dazu nötig:

  • hauptberuflich bloggen
  • mehrere qualitativ hochwertige Artikel am Tag
  • brand aktuell sein
  • umfangreichere und besser recherchierte Artikel als die Konkurrenz schreiben
  • und all dies über einen längeren Zeitraum hinweg

Die genannten Punkte werde ich nicht erfüllen können, denn ich stehe kurz vor meiner Diplomarbeit und habe eine eigene junge Familie mit demnächst 2 Töchtern.

Schaue ich mir nun nochmal das Ziel dieses Blogs an, muss ich feststellen, dass ich es bereits erreicht habe. Ich wollte herausfinden, wie schwierig es ist innnerhalb eines Jahres ein Monatseinkommen von $1.000 zu erwirtschaften. Ich habe es herausgefunden. Mit diesem Blog-Thema ist es verdammt schwer.

Man glaubt nicht, welch ein Zeitfresser ein Blog ab einer bestimmten Größe werden kann. Ich liste mal kurz meinen normalen täglichen Arbeitsaufwand für Geldkrieg.de auf:

  • 1/2 Stunde nach den neusten Infos suchen (auf anderen Blogs, Social Newsportalen etc.)
  • 1 Stunde Recherche für die Artikel
  • 2 Stunden Artikel schreiben (inkl. Formatierungen, Grafiken zurechtschneiden, Links einfügen, Rechtschreibprüfung durch mehrmaliges durchlesen)
  • 1/2 Stunde Kommentare durchlesen und gegebenenfalls beantworten
  • 1/2 Stunde andere Blogs lesen und kommentieren
  • 1/2 Stunde Mailanfragen (Werbekunden, Kooperationesvorschläge, Linktausch, Artikelanfragen) beantworten
  • 1/2 Stunde um die Vermarktung kümmern (Mails schreiben, Banner erstellen, Werbeplätze vergeben, Links der Werbepartner setzen, Rechnungen schreiben)

Natürlich sah nicht jeder Tag so aus, aber trotzdem kam es des Öfteren vor, dass ich mich über 5 Stunden am Tag mit Geldkrieg.de beschäftigt habe.

Eine sehr bittere Erfahrung, die ich gemacht habe ist, dass mit dem eigenen Blog auch immer die eigene Person im Mittelpunkt steht. Das heißt, ist Geldkrieg.de scheiße, so heißt es auch immer, dass David Gornickel scheiße ist. Versucht Geldkrieg.de angeblich die Leute hinters Licht zu führen, dann gilt das automatisch auch für David Gornickel. Genau das traf für die Diskussion rund um alle Geld-verdienen-Blogs zu. Diese standen eine ganze Weile lang im Kreuzfeuer der Blogosphäre und damit natürlich auch meine Person. In solchen Momenten fragt man sich natürlich, warum man sich jeden Tag 4-5 Stunden hinsetzt und versucht qualitativ hochwertige Artikel zu schreiben, wenn man am Ende doch nur ein unseriöser Moneyblogger ist.

Einige von euch haben vielleicht bemerkt, dass ich bereits Ende Oktober den Blog Geldkrieg.de für mich persönlich geschlossen habe. Seitdem hat die Qualität der Artikel schon merklich abgenommen. Den Monat November habe ich nur aus dem Grund durchgebloggt, um meinen Werbekunden die normale Besucherzahl zu bieten. Nun da so ziehmlich alle Werbeverträge auslaufen, werde ich Geldkrieg.de schließen.

Warum ich nicht weiter mache

Das Ziel ist mit Geldkrieg nicht zu erreichen. Der Blog kostet wahnsinnig viel Zeit und die Opportunitätskosten werden höher und höher. Das heißt, die Zeit die ich in den Blog investiere, könnte ich auch in mein Studium stecken und so einen sehr guten Abschluss machen. Warum ich nicht mit weniger Zeitaufwand weiterblogge? “Ich kann nicht halbe Kraft.” Alles was ich mache muss Hand und Fuß haben. Das heißt die Qualität der Artikel muss stimmen und auch das kostet Zeit.

Was ich nicht hören will

Ich weiß jetzt schon was ich hier in den Kommentaren lesen werde. “Hast du etwa erwartet, dass man mit ein paar Stunden pro Tag $1.000 erbloggt?”. Nein das habe ich nicht erwartet! Deshalb habe ich täglich bis zu 5 Stunden investiert. Glaubt mir, ich habe alles gegeben, also bitte keine Vorwürfe ich wäre naiv gewesen. Danke.

Endabrechnung

Letztendlich habe ich es geschafft Geldkrieg.de zu einen recht erfolgreichen Blog zu machen. Zwischenzeitlich erreichte Geldkrieg 246 Feed-Leser und täglich bis zu 1.800 Besucher.

Die finanzielle Bilanz:

  • April: $1,51
  • Mai: $14,95
  • Juni: $152,28
  • Juli: $308,91
  • August: $248,30
  • September: $172,17
  • Oktober: $407,61

Den November möchte ich nicht auswerten, da ich hier keine neuen Werbeplätze mehr verkaufen wollte, um im Dezember Schluss machen zu können. Sicherlich wäre bei ernsthafter Weiterführung mehr als $400 drin gewesen, aber die $1.000 sind bei weitem nicht zu erreichen.

Wie geht es weiter?

Geldkrieg.de bleibt als Info-Ressource weiter online. Neue Artikel wird es nicht geben. Sobald alle Werbeverträge ausgelaufen sind, werden die Werbebanner entfernt.

Allen die nicht wissen, welchen Blog sie statt Geldkrieg nun lesen sollen kann ich hier ein paar Empfehlungen geben:

Bei wem ich mich bedanke

Um Geldkrieg zu seinem Erfolg zu verhelfen hatte ich von vielen Seiten reichlich Unterstützung:

Natürlich bedanke ich mich auch bei all meinen Werbekunden. Ich hoffe ich habe euch nicht zu viel Geld aus der Tasche gezogen, um auf Geldkrieg.de zu werben. ;-)

David Gornickel sagt tschüss und widmet sich nun anderen wichtigen Aufgaben:


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Kommentare


  1. Single
    2. September 2009

    Geldkrieg hat es sich nicht mehr zum Ziel gesetzt (naja, vielleicht privat, aber nicht öffentlich) die 1000€ im Monat mit dem Blog zu machen. Finde ich auch besser so… so sind die Beiträge von höherer Qualität und alle haben was davon.

    lg



  2. Neoras
    4. September 2009

    Hey, ist das deine Kleine auf dem Foto? Die ist ja supersüß – sieht meiner zum Verwechseln ähnlich :)

    Aber das nur am Rand. Was ich sagen wollte: Willkommen in der Welt des Journalismus. Wer Qualität bieten will, muss Zeit investieren, und davon viel.

    Die Kosten dafür werden durch Verkaufserlöse gedeckt, meist aus Zeitungen, Zeitschriften oder GEZ-Gebühren – Werbung alleine kann eben keine (vernünftige) Redaktion finanzieren. Praktisch alle mir bekannten hochwertigen Nachrichtenseiten werden daher auch von Printobjekten aus dem selben Haus subventioniert.

    Die Absicht, von einem Blog leben zu können (oder sich zumindest etwas dazuverdienen zu können), erscheint mir daher auch nicht sonderlich sinnvoll zu sein. Die Werbewirtschaft alleine kann ja nicht das ganze Internet finanzieren. Ein Punkt, der in der Kostenlos-Kultur gerne übersehen wird …

    Viele Erfolg weiterhin!



  3. Mario
    6. September 2009

    Hallo,

    ich kann deine Gedankengänge gut nachvollziehen. Wie bei so vielen Themen im Leben sollte man auch hier eine Kosten-Nutzen-Rechnung machen. Die macht man in anderen Bereichen schließlich auch, ob beim Job, einem Autokauf oder weiteren Investitionen. Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg für die Zukunft!

    Gruß
    Mario



  4. Nereus Coaching
    17. Februar 2010

    Schade, dass dein Blogexperiment endet. Ich denke, Du hättest sicherlich noch ein paar gute Ideen gefunden um den Verdienst zu erhöhen.

    Weiterhin viel Erfolg!


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