Affiliate Marketing in Kanada
Affiliate Marketing im englischsprachigen Ausland funktioniert anders als in Deutschland. Es funktioniert besser. Die Gewinne sind höher, die Blogger erfolgreicher und die Vergütungen astronomisch.
Gerade habe ich mir ein Video von Tyler Cruz zum Thema Affiliate Marketing angesehen und musste feststellen, dass auch in Kanada ganz anders an die Sache herangegangen wird.
Spricht man in Deutschland von Affiliate Marketing, denken viele an Bannerwerbung auf Internetseiten, mit der man Geld verdienen kann. Genauso wird es hierzulande auch gehandhabt. Man beschränkt sich fast ausnahmslos darauf passende Werbebanner auf den Blogs zu verteilen, in der Hoffnung es kommt zu Leads und Sales.
Im englischsprachigen Ausland, wie in diesem Fall in Kanada, geht man hingegen ganz anders an die Sache heran. Tyler Cruz verdeutlicht das Vorgehen beim Affiliate Marketing, in einem Video. Das Prinzip scheint relativ einfach.
Affiliate Marketing im Ausland
Schritt 1
Man suche sich einen Affiliate Anbieter. Durchstöbere dessen Angebote nach einer Werbung für ein Produkt, welches auch die eigenen Blogleser interessieren würde. In seinem Beispiel handelt es sich um eine Software für die Werbeflächenvermarktung auf Blogs.
Was auffällt, sind die hohen Vergütungen. Angebote, bei denen man bis zu 50% am Gewinn beteiligt wird, sind dort keine Seltenheit. Davon kann man in Deutschland nur träumen.
Schritt 2
Im nächsten Schritt schreibt man auf seinem Blog ein ausführliches Review zum Produkt. Dabei sollte man durchaus kritsch sein. Es geht niemals darum Werbung zu machen, sondern darum Vor- und Nachteile aufzuzeigen.
Es genügt meist schon in diesen Artikel ausschließlich Textlinks zur Verkaufsseite einzufügen. Ein Banner ist gar nicht nötig und wirkt eher störend.
Das war es schon. Wer genügend Leser hat, kann hier schon den einen oder anderen Dollar/Euro abräumen. Was dass Affiliate Marketing im englischsprachigen Raum aber so erfolgreich macht, ist noch eine andere Sache.
Schritt 3
Im Ausland funktioniert E-Mail Marketing sehr gut, weil die Endkunden dieser Art von Werbung sehr offen gegenüber stehen. Hinzu kommt, dass erfolgreiche Blogger wie Tyler Cruz es verstehen solche E-Mails mit den Refferer-Links nicht als Werbung aussehen zu lassen. Vielmehr handelt es sich dabei um Reviews, der er per Mail an seine Newsletter Empfänger und Feed Leser versendet.
Auch in Deutschland werden kritische Reviews gern gelesen. Es stellt sich die Frage ob die Deutschen sich über solche Sachen wie Reviews und Tipps & Tricks per E-Mail nicht auch freuen würden.
Fazit:
Affiliate Marketing in Deutschland unterscheidet sich von dem im Ausland. Dort versteht man es neben einfacher Bannerwerbung auch Produkte vorzustellen und an deren Verkäufen zu profitieren.
Probleme bei der Umsetzung in Deutschland
Das größte Problem in Deutschland ist, dass man solche Affiliate Angebote hier nicht findet. Also keine Angebote nach dem Motto: “Verkaufst du mein Produkt, bekommst du 50 %“. Warum eigentlich nicht?
Sind die deutschen Anbieter zu geizig?
Außerdem muss man feststellen, dass sich hierzulande die Idee von Affiliate bzw. Partnerprogrammen noch nicht durchgesetzt hat. Es gibt jede Menge kostenpflichtige Software, Tools, Widgets. Aber kein Anbieter versteht es diese Software auch zu vertreiben.
Warum bieten sie keine Partnerprogramme an? Es ist doch so einfach. “Sorg dafür dass sich mein Produkt verkauft und du bekommst deinen Anteil.”
2 Ursachen
Ich sehe dafür 2 Ursachen:
1.) Programmierer haben keinen Unternehmerinstinkt. Sie können ihre Produkte einfach nicht verkaufen. Sie hoffen, dass die Leute auf ihre Seite finden und dort von dem Produkt überzeugt werden. Kein Marketing, keine weiteren Distributionskanäle (Absatzkanäle).
2.) Es gibt die technischen Möglichkeiten nicht. Schließlich muss ja irgendwie erfasst werden, dass ein Verkauf durch einen Refferer zu Stande kam. Da braucht es eine technische Lösung, die für beide Seiten (Anbieter & Refferer) Sicherheit schafft.
Sollten diese Probleme in Deutschland gelöst werden können und ist man in der Lage statt Werbemails, Reviewmails zu schreiben, dann denke ich ist ein ähnlicher Erfolg auch in Deutschland möglich.
Was denkt ihr? Woran hapert es in Deutschland? Kennt ihr deutsche Affiliate Angebote, die 50% Gewinnbeteiligung anbieten? Schreibt mir in den Kommentarbereich.
















Justin
Ich finde es ist Allgemein schwerer in Deutschland Geld zu verdienen, als im Ausland, denn im Ausland sind die Leute viel offener.
rniederer
Technisch gesehen ist es sicher möglich, doch die Umsetzung wird vielen zu aufwändig sein. Und wenn man beim Kaufen eines Produktes angeben soll, wie man auf da Produkt gekommen ist werden es viele vermutlich nicht mehr wissen, oder nicht mehr wissen wollen….
Zusätzlich gäbe es auch einen administrativen Aufwand. Man muss die Leute/Blogger auch noch auszahlen….
rniederers zuletzt geschriebener Artikel: Traffic Experiment
Henri Apell
50% ???? Unglaublich! Mit was für lächerlichen Beträgen wir uns hier begnügen müssen….
Henri Apells zuletzt geschriebener Artikel: Kostenloser E-Mail-Kurs zum Thema Networking
DavidG
Ja 50% ist schon viel…aber bei solchen Produkten sind die Margen hoch genug, dass 50% weniger Umsatz auch noch erträglich ist
GRATIS-Report Siggi
es ist schon erstaunlich, was im englischsprachigem Raum alles möglich ist.
Wir sollten uns mal die Frage stellen, wie wir es schaffen können, dass wir als Internet-Marketer in Deutschland auch mehr verdienen können. Bei mehr als 80 Mio. Bürger sollte das doch auch möglich sein, oder?
Günni
Na ja, es müssen ja nicht gerade 50% an Provision sein. Scheint mir unrealistisch hoch. Da müssen die Programmbetreiber wirklich hohe Aufschläge auf die Produkte haben. In Deutschland gibt es einige Programme, die 20 oder 25 % als Minimum zahlen und bereits ab 30 Sales im Monat auch schon mal 30 % geben, speziell Erotikkanbieter. Ich bin mich sicher, dass bei mehr als 100 Sales im Monat dort auch noch mehr Provision rauszuholen ist.
alex
Hallo David,
unter Punkt drei erwähnst du das E-Mail Marketing, mich würde interessieren, wer heute noch bereit ist einen newsletter zu abonnieren. macht doch mal eine umfrage, das ergebnis wäre bestimmt sehr spannend.
alexs zuletzt geschriebener Artikel: Düsseldorf
Peter
Mir scheint als Hauptproblem in Deutschland vor allen die recht geringe Provision.
Außer bei Handyverträgen und DSL Abschlüsse wird man keine adiquate Provisionierung finden. Es muss ja nicht gerade 50% sein aber so 20 bis 30% wäre schon O.K.
Peters zuletzt geschriebener Artikel: Themenwahl
Ben
Hallo,
ich denke die 50% kommen sehr oft daher, da es sich bei den verkauften Produkten um irgendetwas selbstentwickeltes handelt. So haben ja fast alle großen ausländischen Internet-Marketing-Blogger ihre eigenen eBooks, CDs, DVDs oder Coaching Programme.
Die meisten machen doch nur damit Geld, dass sie anderen erklären, wie man online Geld machen kann und dafür was abkassieren. Wenn ich mir anschaue was Yaro Starak so alles reviewed hat sind das meistens “Produkte” von anderen Bloggern.
Klar wenn ich ein eBook schreibe, dann kost mich das einmal Aufwand dann kann ich auch 50% von dem Gewinn abgeben an den der für mich geworben hat.
Klar sind es nicht immer solche Produkte, aber meistens eben doch. Es sind also keine hohen vorlaufenden Produktionskosten dahinter
Dr. Pott oder wie er auch immer heißt macht das eigentlich genau so, wie die Amerikaner. Durch seinen Doktor und der Tatsache, dass er wohl mal ein oder zwei gute Internet Statups ins Leben gerufen hat will er durch Erfahrung Vertrauen schaffen.
Dann schickt er regelmäßig eMail an alle die mal sein kostenloses eBook heruntergeladen haben und macht reviews von Produkten, die man durch einen Affiliate Link kaufen kann.
Vor kurzem habe ich erst wieder eine solche eMail bekommen, seit dem traue ich dem gutem Mann nicht mehr über den Weg. Dort will er Leute dazu bringen, bei Gameduell mitzuspielen, weil man dort ja schnell gutes Geld machen kann.
Also wenn er wirklich einen Doktor hat und ein paar Millionen € Startups ins Leben gerufen hat, hat er es dann wirklich nötig Online-Spiele zu promoten ? Ich finde das macht ihn wieder unseriös.
Aber genau da liegt wohl der Hacken, die Ammis freuen sich wohl nen Schnitzel, wenn sie solche eMails bekommen und machen fleissig mit, hier in Deutschland sind die Menschen wohl eher kritischer eingestellt gegenüber solchen Dingen.
Gruss Ben
DavidG
@Ben: sehr schöne Zusammenfassung der ganzen Problematik, ich sehe das ganz genauso.
alex
Nun stellt sich mir anschließend die Frage, kann man mit dem Thema “Geld verdienen” überhaupt vernünftige Einnahmen generieren? Schaut man sich in der Blogsphere entsprechende Seite an, dann stellt man relativ schnell fest, dass keiner genügend Geld einnimmt, um davon leben zu können.
Abzüglich der Steuern und Abgaben, bräuchte man schon mindestens Einnahmen von 1500-2000 Euro und auch dann bleibt zum Leben relativ wenig übrig. Zudem sind dies keine festen Einnahmen. Der eine Monat läuft gut und nächste eher schlecht, sodass vllt im dritten Monat die laufenden Kosten einen “auffressen”.
Sein wir ehrlich, die Einnahmen einiger Bloggern sind nett, aber mehr als ein schönes Taschengeld sind sie wohl eher nicht.
Woran es liegt, dass zumindest hier in Deutschland die Finanzierung des Lebensunterhalt mit dem Bloggen über das Thema “Geld verdienen” nicht funktioniert, hat Ben eigentlich treffend erklärt. Die Deutschen sind in mancherlei Hinsicht einfach zu kritisch. Ob dies nun gut oder schlecht ist, das kann jeder für sich selbst beantworten.
Aber alle Angebote, die Unmögliches versprechen, ziehen einen dunklen Schatten auch auf die seriösen Angebote. Wie oft sieht, hört und ließt man in der Tagespresse von Abzocke, Betrug etc. Vor allem das Internet wurde und wird von vielen schlecht geredet. Hier soll die Gefahr betrogen zu werden am höchsten sein, hier soll es kaum klare Rechtsräume geben etc. Diese Tatsache schreckt viele Menschen von Angeboten ab, die auf den ersten Blick (das konditionierte Verhalten) nicht gut sein können. Schade eigentlich, aber vllt. wird sich mit der Zeit diesbezüglich noch etwas ändern.
Ben
Also ich denke schon, dass man mit dem Thema “Geld verdienen im Internet” auch Geld machen kann, nur braucht es denke ich eine Weile, bis man das Vertrauen der Leser bekommen hat und auch nur dann denke ich kann man bestimmte “Produkte” an seine Leserschaft verkaufen und durch die Beteiligungen Geld einnehmen.
Auch denke ich generell, dass es im Internet genug Möglichkeiten gibt, genug Geld zu verdienen, dasss man davon leben kann. Auch Blogging kann dazu gehören, wobei ich dabei den Blog eher als Mittel zum Zweck sehe.
Ich verfolge jedenfalls auch die ein oder andere Taktik und probiere Sachen aus, nur berichte ich nicht so fleissig wie David darüber, obwohl ich Anfangs auch diese Idee hatte.
Mein Plan ist viel mehr mein gesammeltes Wissen durch meine Projekte zu sammeln und dann später mit anderen Taktiken das ganze zu vermarkten. Aber ich will ja nicht zu viel verraten
In diesem Sinne …
Bens zuletzt geschriebener Artikel: Google 360 degree camera car in Munich
Peter
@alex
Schöne Zusammenfassung mit zwei kleine Fehlern.
1. Müsste nach abzug von alle Blog bedingten Kosten eine Mindestsumme von rund 2000 Euro übrig bleiben um alleine mit ein Blog sein Lebensunterhalt zu erstreiten. Bei betrachtung von üblichen Kosten (Steuern, Versicherung , aber auch Werbekosten fürs Blog) müsste ein Blog als Bruttoeinnahme rund 4000 bis 5000 Euro einbringen. Dies zahl wird man wohl nie erreichen.
2. Ich würde eher den Fokus darauf setzen durch ein guten Blog neben die direkten Einnahmen vom Blog (Vermarktung, etc) eigene zusätzliche Dienstleistung anzubieten (z.B Webhosting,Beratung, Webdesign, etc). Hier würde es dann sicherlich ausreichen mit ein Blog nur 1000 Euro an direkte Einnahmen zu haben (mehr währe schön) und den rest über die zusätzliche Dienstleistungen zu erwirtschaften.
Das man in Deutschlan es jeher schaffe wir mit ein eigene Einmann “Blogbetrieb” rund 5000 Euro im Monat alleine über ein Blog zu erwirtschaften ist zweifelhaft. Ich lese auch Yaros Blog und halte von sein “Blogcoaching” nicht viel. Zumindest sehe ich kein gutes Preis/Leistungsverhältnis die, die Preise (rund 80 Euro im Monat) gerechtfertigen.
Viele deutschen Blogger machen anscheinend den Fehler die englischsprachigen Blogs und Ihre Einnahmequellen möglichst eins zu eins zu übernehmen. Dabei ist sicherlich noch Möglichkeiten auch hier vorhanden mit ein Blog mehr direkte Einnahmen zu erzielen. Nur muss man maches auch auf den “deutschen gemüt” verändern. Vor allen sollte ein eigene Blog als Geschäftsgrundlage eher als Eingangstor verstanden werden, wo Besucher /Leser zu anderen Dienstleistungen / Produkte hin geführt werden sollen.
So ein Vorgehen zumindest im Kern wäre zielführende als nur einfache Versuche mit Emails nach Vorbild der englischsprachigen Blogs hier in Deutschland punkten zu wollen. Mag sein das manche andere es anders sehen, aber ich glaube das der deutsche Blogleser nicht auf alles “aufspringen” wird das von die USA kommt. Hier ist die Mentalität anders….
Peters zuletzt geschriebener Artikel: Themenwahl
Alex
Ich sehe die Sache ein wenig anders. Zum Beispiel bin ich auch mit einer geringeren Provision zufrieden 6-15% reichen doch vollkommen aus. Wichtig ist nur eine hohe Konversionrate (5-20 %) und ein ein hoher Verkaufswert. Dann kann man auch in Deutschland richtig Geld verdienen. Partnerprogramme welche solch hohe Provisionen anbieten müssen zwangsweiße eine hohe Gewinnmarge haben also eBooks oder Medikamente.
Alexs zuletzt geschriebener Artikel: Feedadresse geändert
Karsten Windfelder
Sehr guter Beitrag. Ich vertrete die gleiche Meinung und weise auch immer und immer wieder darauf hin, dass Affiliates Textlinks verwenden sollen, um die Empfehlungen in einen redaktionellen Rahmen zu packen. Natürlich ist es absolut notwendig, dass der Leser einen Nutzen davon hat. Also kritisch über Produkte berichten. Das wirkt ehrlicher, als Argumente aus einem Firmenprospekt zu übernehmen.
Karsten Windfelders zuletzt geschriebener Artikel: “Kampf um Top-Affiliates” – Interview in der IWB
Benjamin Kowalski
Irgendwie wirkt der Beitrag viel zu absolut. Als würden alle Webmaster in Deutschland nur Bannerwerbung betreiben. Schaut man sich jedoch diverse Landingpages an, kommt man recht schnell zu dem Schluß, dass dieser Punkt zu stark verallgemeinert wurde. Ich denke sogar, dass hierzulande die Werbemöglichkeiten teilweise recht intelligent umgesetzt wurden. Um das zu bestätigen kann man sich die White Label Shops angucken oder, um ein Paradebeispiel zu nennen, den nahtlos in die Seite einzubettenden Stromtarifrechner von Wechseln.de. Auch Reiseanbieter wie Expedia wissen durch individuelle Lösungen zu überzeugen. Bei dem Thema sollte man nicht unbedingt alles über den Kamm scheren.
Bei den 50% Provision sollte vielleicht erst geschaut werden welches Produkt dahinter steht. Bei eBooks bekommt der Autor quasi 100% des bezahlten Preises (abzüglich der Serverkosten, also quasi nichts) und kann die Provision somit beliebig hoch ansetzen. eBooks sind aber nicht selten reine Abzocke und werden angepriesen als Lösung aller Probleme. Auf so etwas kann ich sehr gut verzichten. Bei Produkten, bei welchen Vertriebs- und Produktionskosten hinzukommen, würde der Preis so stark in die Höhe getrieben, dass sich die Nachfrage des Kunden veringern würde. Das bedeutet dann auch für den Werbenden ein Rückgang der Einnahmen – auch wenn sich 50% schön anhört.
Benjamin Kowalskis zuletzt geschriebener Artikel: Usability bei StudiVZ – Gallerien
Jessica
Wer suchet, der findet
Super Artikel mit erklärenden Videos, genau nach sowas hab ich gesucht. Vielen Dank und liebe Grüße Jessi