Blog Optimierung und Weiterentwicklung: Der Schlüssel zum Erfolg

Auf den wirklich letzten Drücker möchte ich mit diesem Artikel auf das noch aktuelle Thema „Phase 2“ des Webmaster Friday’s eingehen.

Was genau bedeutet Phase 2?

Beim Webmaster Friday dreht sich diesmal alles um die Schritte, nach dem erfolgreichen Start eines Blogs. Dabei bedeutet erfolgreich in diesem Fall nur, dass der Blogger auch nach einem gewissen Zeitraum – etwa 3-6 Monate – weiterhin regelmäßig Artikel auf seinem Blog veröffentlicht und diesen weiter ausbauen und vorantreiben möchte.

Da ich selbst aus der Softwareentwicklung komme, ist „Phase 2“ für mich am einfachsten mit einer Art Milestone gleichzusetzen. Die erste Version meines Blogs ist nach dieser Zeit abgeschlossen und man kann und sollte sich die Zeit nehmen um über den weiteren Ausbau seines Blogs nachzudenken.

Weiterentwicklung in Phasen oder doch eher dynamisch?

Grundsätzlich gibt es gerade beim Bloggen zwei unterschiedliche Arten, wie man seinen Blog weiterentwickeln kann. Eine Variante ist die im WMF angesprochene Art in Phasen, oder eben auch Stufen oder Versionen, zu denken. Die andere und wahrscheinlich verbreitetste Variante ist, den Blog dynamisch voranzutreiben.

Beide Varianten haben gewisse Vorteile und bringen den eigenen Blog meiner Meinung nach unterschiedlich voran.

Die dynamische Blogentwicklung

Wer auf die dynamische Blogentwicklung setzt, verfolgt einfach gesagt keinen festen Plan. Wenn dem Blogger das Layout nicht mehr gefällt, wird es kurzerhand gewechselt und wenn es ein neues Blog Plugin gibt oder eine Idee für ein neues Feature aufkommt, wird dieses kurzerhand eingebaut. Die Folge ist, dass sich der Blog stetig im Wandel befindet und immer wieder kleine Änderungen an den Artikeln oder am Layout gemacht werden.

Der Vorteil bei der dynamischen Entwicklung ist ganz klar, dass der Blogger gerade kleinere Änderungen schnell und einfach online stellen kann. Auch was das Schreiben von neuen Artikeln angeht, ist man bei der dynamischen Variante einfach freier, da hier einfach online gestellt werden kann was einem in den Sinn kommt und „irgendwie zum Blog passen könnte“.

Der Nachteil an dieser dynamischen Entwicklung ist jedoch, dass die Arbeiten am Blog häufig gar nicht als Weiterentwicklung angesehen werden und keinen gezielten Plan verfolgen. Somit machen sich viele Blogger gar keine Gedanken warum Änderungen vorgenommen werden und welche Erfolge mit diesen Änderungen bzw. mit dem gesamten Blog eventuell noch erreicht werden könnten.

Die Entwicklung in Phasen

Anders als bei der dynamischen Entwicklung muss für die Arbeit in Phasen ein Plan bzw. ein komplettes Konzept für die weiteren Arbeiten am Blog aufgebaut werden. Wie in der Softwareentwicklung auch, kann man sich gewisse Ziele und Milestones setzen die man in einer gewissen Zeit erreichen möchte. So kommt schnell eine umfangreiche ToDo Liste zustande, nach der man seinen Blog weiter optimieren kann.

Der Vorteil dieser Art von Weiterentwicklung ist für mich der, dass ich mich als Blogger intensiv mit meinem Blog beschäftigen muss, um die weiteren Schritte und Maßnahmen zu definieren.

Der Nachteil an dieser Variante ist die Gefahr, dass ich mich durch ein starres Konzept selbst zu stark ein enge und so schnell die Lust und die Motivation am Bloggen und der Arbeit am Blog verlieren kann.

Tipps für das Arbeiten in Phasen

Wer in Phasen arbeiten möchte, muss sich zwangsläufig wie oben schon erwähnt ein Konzept für die Weiterentwicklung des Blogs erstellen. Dabei gibt es verschiedene Punkte und Möglichkeiten die man bei der Erstellung beachten sollte:

  1. Der Ist-Zustand

    Um den eigenen Blog zu verbessern muss ich mir als erstes darüber im klaren werden, wo ich aktuell mit meinem Blog stehe. Welche Artikel haben in der Vergangenheit besonders gut funktioniert und welche kamen bei den Lesern eher weniger gut an? Wie entwickeln sich meine Besucherzahlen mit der Zeit und woher kommen meine Besucher überhaupt? Gibt es vielleicht veraltete Seiten oder andere Probleme und Fehler auf dem Blog? Diese und noch mehr Fragen sollte man sich stellen um sich einen möglichst genauen Überblick zu verschaffen.

  2. Konkurrenzanalyse

    Habe ich meinen eigenen Blog erfolgreich analysiert, hilft in jedem Fall auch immer ein Blick zur Konkurrenz. Was macht dieser Blogger augenscheinlich besser als ich selbst? Welche Werbepartner und Linkpartner gibt es auf dem Blog? Besteht die Möglichkeit mit dem Blogger in Kontakt zu treten um eine gemeinsame Partnerschaft anzustreben?

  3. Das eigene Blog Design

    Wenn das log Design nicht mehr gefällt oder man gern neue Features im Design unterbringen möchte, bietet sich natürlich ein Relaunch des Blog Designs an. Hier sollte man sich meiner Meinung ach Zeit nehmen und ganz genau zusammentragen was man eigentlich will. Idealerweise sollte vor der Theme Auswahl bzw. vor der Programmierung ein Wireframe der Startseite, Artikelseite und „Seiten“-Seite erstellt werden um so genau zu definieren an welcher Stelle im Theme welche Funktion,welches Plugin und welches Feature greifen soll. Dies macht zwar im ersten Moment etwas Arbeit, allerdings wird man so gezwungen sich bereits vor der eigentlichen Arbeit ausreichend Gedanken zu dem Thema zu machen.

  4. Feedback von den Besuchern

    Wer eine gewisse Anzahl an Lesern hat, wird auch immer mal wieder über Kommentare, Mail oder anderen Kommunikationswege die ein oder andere Anregung von seinen Lesern oder anderen Bloggern bekommen. Diese sollten gesammelt und entsprechend kategorisiert werden und für die Zukunft berücksichtigt werden, sofern ihr diese selbst für sinnvoll erachtet.

  5. Neuer Content

    Auch die Themen des Blogs und der bisherigen Artikel sollten einer genauen Prüfung unterzogen werden. Welche Artikel haben die meisten Besucher gebracht, welche Artikel Themen bringen viele Kommentare, Tweets oder Likes? Macht es Sinn diese thematisch weiter auf dem Blog zu fokussieren oder möchtet ihr vielleicht ein komplett neues Themengebiet auf dem Blog integrieren?

  6. Vermarktung

    Wer die vorherigen Punkte gewissenhaft bearbeitet hat und mit seinem Blog auch etwas verdienen möchte, sollte sich auch zum Thema Vermarktung einen Plan zurecht legen. Welche Werbeflächen kann ich anbieten und vor allem zu welchem Preis? Finden Werbetreibende auf meiner Seite wirklich alle Informationen, die Sie brauchen um bei mir Werbung zu schalten?

  7. SEO

    Der beste Plan bringt nichts, wenn mein Blog nicht gefunden wird. Aus diesem Grund sollte man sich zumindest mit den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung befassen und sich ggf. ein entsprechendes SEO Plugin für WordPress installieren. Auch beim Schreiben der Artikel sollte man auf die Wahl der richtigen Keywords achten und sich zumindest ein wenig um Linkaufbau kümmern.

  8. Zeitplan

    Hat man sich zu den vorherigen Punkten ausreichend Gedanken gemacht, sollte man seine ToDo Liste in Phasen bzw. Versionen aufteilen und diesen einen gewissen Zeitraum für die Umsetzung zugestehen. Es bringt nichts mit allem gleichzeitig anzufangen! Am besten unterteilt ihr eure ToDo Liste in viele kleine Versionen, die entsprechend schnell umzusetzen und leicht nach einander abzuarbeiten sind.

Fazit

Die Weiterentwicklung eines Blogs ist meiner Meinung nach ein nötiger und auch sehr interessanter Prozess, der stetig weiterlaufen sollte. Welche der beiden Methoden Ihr dabei anwendet ist eigentlich egal, Hauptsache man beschäftigt sich mit der eigenen Seite und baut diese immer weiter nach den eigenen Vorstellungen aus.

Ich selbst arbeite bei einigen meiner Seiten gerne mit einem Mix aus beiden Varianten. So gibt es Aufgaben wie zum Beispiel ein neues Blog Design, welches ich in Phasen entwickle und innerhalb eines gewissen Zeitplans abgearbeitet haben sollte. Auch Artikel Serien oder neue Themen gebiete die ich auf einer Seite erschließen will, werden vorab geplant, so dass ich meine Zeit bei dieser Aufgabe besser einsetzen kann und schneller zu dem vorher fest geplanten Ergebnis komme.

Wie arbeitet ihr an eurem Blog? Steckt ihr euch Ziele, die ihr innerhalb einer gewissen Zeit erreichen wollt? Wenn ja, wie sehen diese Ziele bzw. Phasen aus? Ich freue mich über eure Meinungen und Erfahrungen in den Kommentaren.

13 Kommentare
  1. Reply Horst 15. Mai 2011 at 01:09

    Ich setze mir höchtens Jahreziele – alles andere wäre zu stressig, ich würde mich damit selbst unter Druck setzen. Die Jahresziele (z. B. eine bestimmte Besucherzahl im Monat) habe ich bisher aber immer erreicht.

  2. Reply Roman 17. Mai 2011 at 13:45

    Bei meinen ersten Gehversuchen als Blogger über Blogger.com habe ich meine Blogs dynamisch ausgebaut.
    So zum Beispiel Newsraid (http://newsraid.blogspot.com), wo ich ca. 4 mal das Design gewechselt habe, um es halbwegs für google adsense zu optimieren.
    Bei meinem kürzlich gestarteten Projekt YouBuyMe (http://youbuyme.de) gehe ich schon deutlich gezielter vor, also in Phasen, damit ich von Anfang an möglichst alles richtig mache und später nicht mehr soviel verändern muss, was dann evtl. auch die Leser stöhren könnte.

    und übrigens: deine „hier werben“ seite könnte auch mal aktualisiert werden oder nicht? 😉

  3. Reply enyko 16. Juli 2011 at 17:09

    Vielen Dank für den guten Leitfaden….bin Anfänger und habe viele nützliche Tipps mitgenommen.

  4. Reply Walter 16. Juli 2011 at 20:17

    Der Leitdaden bzw. die Tipps sind wirklich sehr sehr gut. Allerdings sehe ich es ähnlich wie Horst. Setze mir auch „nur“ monatliche Ziele in eben jenem Zeitfenster.

  5. Reply Janis 16. September 2011 at 15:38

    wieso nur monatliche ziele, man setzt sich einfach große gesamtziele für das jahr und bricht diese auf die monate herunter, so funktioniert es jedenfalls bei mir wunderbar

  6. Reply Klaus 26. Oktober 2011 at 13:30

    Danke schön für die Tipps! Ich versuche es umzusetzen und hoffe dann dadurch auf ein bisschen mehr Erfolg. Gruß Klaus

  7. Reply Max 5. Juni 2012 at 15:54

    Ich weiß nicht, wie es euch so geht, aber ich empfinde nirgendwo die Diskrepanz zwischen „sich vornehmen“ und „tatsächlich machen“ so große, wie beim bloggen…
    Besonders, wenn man mehrere Seiten hat MUSS man sich Fristen setzen für neue Artikel.
    Ein weiterer Tipp meinerseits ist so alt-backen wie richtig: Content-is-king! Schreiben, schreiben und nochmals schreiben!

  8. Reply Rüdiger Schmiedt 9. März 2013 at 23:35

    Lehrreicher Artikel. Konnte ich auch wieder was lernen. Es ist immer toll wenn andere sich Zeit nehmen und einen Artikel mit Mehrwert verfassen.
    Ich denke das wichtigste ist einfach mal anfangen und mit jedem Artikel dafür sorgen, das man es besser macht.

    Gruss Rüdiger Schmiedt

    • Reply el pollo 10. Juli 2013 at 00:16

      Das ist so wahr, die wenigsten Seiten bieten heute noch einen Mehrwehrt für den Besucher. Wenn ich sehe wieviele Seiten oben ranken die NICHTS von der versprochenen Info bieten (zumindest in umkämpften Bereichen) bin ich immer wieder froh wenn ich mal ein gutes Suchergebnis habe.

      Und wem die Phase 2.0 zu lange dauert: http://schnell–geld-verdienen.de/25/mit-betteln-geld-verdienen-als-schnorrer-schnell-geld-machen/

      Hat mich wirklich zum nachdenken gebracht der obige Artikel. Wieso arbeiten wenn man doch schnorren (und davon halbwegs gut leben) kann.

  9. Reply Ralf Hartmut 4. Juni 2013 at 07:40

    Hallo,
    bin auf diese Seite gestoßen und muss sagen, hier erhält man tolle Tipps. Ich plane meine Seiten auf WordPress umzustellen und werde die Tipps auf dieser Seite gerne mit bei der Gestaltung berücksichtigen.
    LG
    Ralf Hartmut

  10. Reply Frank 1. Juli 2013 at 13:28

    Wer von euch findet noch, dass gerade die Phase 2 eine Menge an Ausdauer benötigt und dass gerade während dieser Phase viele Blogger scheitern?

  11. Reply The FX Traders 23. November 2013 at 16:30

    Wenn man sich einen Zeitplan setzt, der realistisch ist, lässt sich gut mit Milestones arbeiten. Alles andere ist demotivierend, wenn man sein Ziel nicht erreicht.
    Ich bin aber eher der dynamische Typ :)

  12. Reply Lucy 22. Januar 2014 at 10:00

    ich danke Ihnen für die Informationen, wie man einen Blog zu bauen ..
    sehr nützlich und vorteilhaft für unsere Leser
    guter Artikel

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