Das Ende der Blogs? Teenager wollen nicht mehr bloggen!
Laut einer amerikanischen Studie des Pew Research Center’s halbierte sich die Zahl der bloggenden Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 seit 2006 auf nur noch 14%. Dieser doch recht starke Rückgang soll vor allem durch die wachsende Anzahl von Social Networks und Microblogging Plattformen wie Twitter & Co zurückzuführen sein.
Quantität statt Qualität?
Laut Studie haben Jugendliche keine Lust mehr lange Blogposts zu verfassen, da der Aufwand für Recherche und das eigentliche Schreiben zu hoch sei. Kurze Nachrichten kann man schließlich genauso gut über Twitter verbreiten und wenn es dann doch mal etwas länger werden sollte, hinterlässt man eben einen Beitrag auf seiner Facebook Seite.
Auswirkungen auf die Blogosphäre
Die Auswirkungen von Twitter auf die Blogosphäre und das eigene Leserverhalten wurden ja schon in verschiedenen Blogs hinlänglich besprochen und diskutiert, wobei Twitter den meisten Bloggern eher als Plattform dient um den eigenen Blog bekannt zu machen anstatt diesen zu ersetzen.
Was ich jedoch sehr positiv sehe ist, dass wirklich kurze Blogposts immer seltener werden und stattdessen eben einmal mehr getwittert wird. Was bleibt sind die am Anfang angesprochenen qualitativen Blogposts ohne die auch Twitter schlichtweg sicher nicht auskommen würde – was gäbe es dann schon groß zu twittern bzw. zu verlinken?
Wie seht Ihr die Entwicklung, dass gerade die jüngere Generation lieber Facebook, Twitter & Co. nutzt anstatt einen eigenen Blog mit Mehrwert zu betreuen? Wie immer freue ich mich auf eure Antworten in den Kommentaren
Das Ende der Blogs? Teenager wollen nicht mehr bloggen!















Paul
Paar Leute, glaube sogenannte “Experten” haben schon vor Jahren gesagt, dass Bloggen aussterben wird. Ich kann dem zustimmen. Anfangs schossen BLogs wie Pilze aus dem Boden. Dann haben die meisten mitbekommen, dass das Geld verdienen so einfach doch nicht ist und habens sein gelassen. Daher werden sich wohl nur die etablierten durchsetzen bzw. die mit der längsten Ausdauer.
Dadurch hoffe auch ich demnächst besser dazustehen
Geschenkeliebhaber
Also nur keine Sorge – Qualität wird sich wie immer durchsetzen. Das gilt auch bei Blogs. Gerade in Nischenbereichen sind keine Überschriften oder Anreißer sondern echte Hintergrundinformationen verlangt. Angebot und Nachfrage werden also auch zukünftig in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
Florian Lerch
Also ich vertrete hier ganz einfach die Meinung, dass es den meisten jugendlichen eben nicht um die reine Informationsvermittlung geht bzw. ging, sondern um eine reine Befriedigung des Mitteilungsbedürfnisses. Dafür ist dann natürlich Twitter besser geeignet. Das hat ja allerdings eher wenig mit der Art von Bloggen zu tun, wie die meisten hier sie betreiben.
Joerg
In der Studie geht es ja vorallem um die Jugendlichen um 12 bis 17. Finde ich gut nachvollziehbar, da sie mit Facebook oder Sozialen Netzwerken glaub besser in ihren Bedürfnissen versorgt sind.
Denke aber viel Interessanter für die Entwicklung der Blogosspähre dürfte es sein, wie es mit der Nutzung derjenigen über 20 aussieht. Hier dürfete auch eher das Bedürfnis nach langen Blogartikeln als nur kurzen Einwürfen bestehen.
Diablo
Ich denke genauso wie mein Vorposter. Jugendliche zwischen 12 und 17 können über Twitter etc. viel schneller ihre Gedanken und Meinungen veröffentlichen. Ich sehe es aber als Problem an, dass sich viele Jugendlich nicht mehr Zeit für bestimmte Sachen nehmen, sondern nur noch von einer Sache zur nächsten hetzen.
Für gute und qualitativ hochwertige Artikel muss man sich mal 2-3 Stunden hinsetzen und recherchieren, aber vielen jungen Leuten fällt das heuzutage immer schwerer.
webverdiener.de
Geile Sache, damit haben es die Blogger, die es wirklich ernst meinen um einiges leichter. Ich begrüße es sehr, dass sich die Zahl der Blogger verringert hat, dies gibt uns mehr Chancen. Leider gibt es immer noch NonSense-Blogger, aber die wird es wohl immer geben.
Übrigens habe garnicht gehsen, dass geldkrieg.de ein neues Design hat. Finde das Logo ziemlich cool. Ich muss bald endlich mal meinen Blog auf Vordermann bringen ^^
Carsten - Der Softwareentwickler Blog
Ich denke, dass das Bloggen mittlerweile was anderes ist als es anfangs war oder wofür es anfangs gehalten wurde.
Bloggen hat etwas mit Qualität und einem gewissen Anspruch zu tun, ansonsten hält man seine Leser nicht.
Die Onlinetagebücher von eins, die vielleicht einfach nur ein bisschen Bla Bla beinhielten und nur nach Lust und Laune betrieben wurden, waren einmal. Dafür gibt es jetzt Twitter
Die Zielgruppe für solche anspruchsvolleren Artikel sind eben nicht undebingt zwischen 12 und 17 Jahren zu finden, wie meine Vorredner bereits ja erwähnten.
Hoto
viel zu viele leute sehen das bloggen als geschäft und weniger als unterhaltung. 90% dieser blogger werden über kurz oder lang verschwinden, da das geld verdienen mit einem nur auf geldverdienen getrimmten blog immer schwerer wird. ich denke das sie die blogs durchsetzten, wo es um inhalte und themen geht und nicht nur um paar $ auf die schnelle zu machen. twitter und co sind deshalb so beliebt weil es da um unterhaltung und information geht und zwar auf die schnelle. das ist eben die neue generation. alles schneller und ohne weniger anstrengung. das haben wohl unsere väter auch gesagt. wie auch immer. mehr spaß am bloggen weniger profit gier und alles wird gut.
Rabatt
Ich finde auch, es gibt einfach zuviele Blogs. Es sollte mehr professionelle Blogs geben. Der Markt ist einfach überschwemmt….
Schwarzer-Tod
Sicherlich ist Blogging mal eine Zeitlang in Mode gewesen und viele Teenager und Jugendliche haben einfach aus purer Langeweile damit angefangen. Daher ist es auch verständlich, dass für viele die Wirtschaftskrise den sicheren Tod bedeutet hat. Diejenigen jedoch, die es mit dem Bloggen ernst meinen, werden auch weiterhin schreiben und dieses Massensterben auch heil überstehen.
Sascha
Es ist doch ganz normal das am Anfang wenn etwas neu ist ein Hype drum gemacht wird. Wie viele Leute haben am Anfang als Inlineskater noch neu waren welche gekauft und sind gefahren und wie viele machen das heute noch?
Alex L.
Hi,
ich habe diese News über die Unlust der Teen-Blogger neuerdings ebenfalls erfasst, wobei ich weiss, dass so ein Blog zu führen, einem Blogger nun mal bekannterweise einiges an Fleiss und Beständigkeit abverlangt. Man schneidet von der eigenen Freizeit so oder so ein Stück ab. Anders funktioniert das nicht.
Ich las mal, dass die meisten Blogs die 2-Jahres-Marke überstehen müssen, und wenn dann noch regelmässig gebloggt wird, dann ist ja alles gut;-). Aber oft kommt es gar nicht dazu und neuerdings auch noch Twitter sowie Facebook, Dienste welche viel einfacher zu verwalten sind. Die Jugend hat es wohl erkannt.
Derzeit nehme ich einen Ansturm der neuen Blogs einfach nicht mehr wahr, weil es vll. gar keinen mehr gibt. Aber man wünscht sich dennoch einen Zuwachs der DE-Blogosphere, was in Zeiten von Twitter und Co. immer schwieriger wird.
dimido
Jeder Hype geht einmal zu ende. Blog waren mal interessant, weil es NEU war und jeder seine Meinung offen sagen konnte.
Heute, wird man als langjähriger Blogger entweder gefeiert oder belächelt, und viele Mitmenschen verwechseln einen Blog immer noch mit einem Abbild von einem Tagebuch!
Im Bezug zu Teenager und jungen Menschen, die dem Bloggen einmal nachgegangen sind sei bemerkt, dass Ihnen wahrscheinlich die Freude schnell vergangen ist, an Ihren eigenen Ansprüchen oder Ihnen der Spaß durch dummer Bemerkungen vergangen ist. Junge Blogger haben es halt nicht immer mit der Rechtschreibung und auch die Meinungsbildung, ist nicht die Einer von Erwachsenen. Dazu kommt noch das dumme Pack im Internet hinzu, die anonym gerne über Menschen herziehen und auch, junge Blogger fertig machen!
Über die neuen Möglichkeiten von Facebook, Twitter und Co, wurde hier schon berichtet.
DonSanchez
Guten Morgen!
Ein hervorragender Artikel, doch mich bedrückt diese Entwicklung nicht. Im Gegenteil – ich freue mich über dies. Ich finde die 12-17 Jährigen sind nicht unbedingt die Leute die wirklich qualitativ hochwertige Information schaffen. Es ist die klassische Trennung von Spreu und Weizen. Genau dieselbe Trennung die nach und nach in der Bloggerszene passiert – die Leute, die wegen dem großen Geld zum Bloggen kamen sortieren sich auch alle langsam raus. Es bleiben nur diejenigen, denen es Spaß macht der Menschheit GUTEN Content zu bieten.
Alli
die welt des internets steckt immer noch in den kinderschuhen. die elektronische evolution probiert manche sachen aus und verwirft sie nach einiger zeit wieder. wie sich das bloggen in der nächsten zeit entwickeln wird ist schwer zu sagen. ich glaube aber, dass diese 3-sätze-einträge niemanden mehr wirklich interessieren. blogs mit gutem content, und zwar wirklichem content und nicht dem preis der currywurst am stand um die ecke, werden meiner meinung nach lange bestehen. für alles andere werden sich andere wege finden (bzw. wurden ja tw. schon gefunden, z.b. twitter).
Vanni
Verstehe die Aufregung nicht so ganz.
Das es für Jugendliche einfacher ist mit Twitter oder auch per Facebook Statusmeldungen abzugeben, sollte jedem klar sein. Gute Blogs brauchen zeit und Pflege.
Da ist der Wechsel nur allzu verständlich. Und warum sollte dadurch die Blogszene aussterben? Kurze Statusmeldungen und Co werden nie gut recherchierte aufgearbeitete Blogeinträge erstetzen können! Jeder Blog hat seine Daseinsberechtigung, ob nun Information mit viel Mehrwert oder der Blog zur reinen Selbstdarstellung. In beide muss Zeit und Arbeit investiert werden und beide werden ihre Leser finden (sofern qualitativ sinnvoll).
Also her mit den guten blogs, raus mit dem Müll und schauen, was die Zukunft bringt.
Robert
Heute wird nur noch getwittert oder sind im StudiVZ oder Facebook am schreiben. Ist halt nicht so aufwendig wie ein Blog denke ich.
Robert
jan@Fragst du hier
Ich denke auch da es sich ja um die Gruppe 12 bis 17 Jährige handelt das es normal ist der Rückgang, ein Problem sehe ich aber doch auch das viele Blooger von der Blogmüdigkeit befallen sind und somit einige Blogs dastehen wo nichts neues seit Monaten zu sehen ist.
Ronny
Anfangs fand ich diese Entwicklung komisch. Ich hatte den Zusammenhang zwischen den Bloggern und den Social Networks schlichtweg verkannt. Allerdings hat sich die Beunruhigung gelegt, denn eines wird immer deutlicher und das nicht nur in Amerika. Es werden sich über kurz oder lang die qualitativen Blogs durchsetzen, denen daran gelegen ist, die Leser zu informieren. Kürzere Beiträge und Nachrichten werden sich früher oder später bestimmt vollständig auf die Social Networks beschränken, da dort das Lesen der Kommentare schneller geht. Auch der Kontakt kann dort besser gehalten werden, wenn es erwünscht wird.
Stefan
Das das zurückgeht war doch klar, ist doch auc viel Hype am anfang gewesen mit Blogs, nich jeder ist spannend genug das es viele interessiert… Twitter wird auch noch abstürzen, denk ich mal…
Markus
Ich finde es ein wenig schade, dass sich Teenager von Blogs abwenden. Auch wenn dieser Trend abzusehen war, überrascht es mich, dass er so schnell kommt. Ich glaube jedoch, dass es in Deutschland noch einige Zeit dauern wird, bis sich das gleiche Bild zeigen wird.
Hamburg Tee
Wo hast du die Infos her?