Datenwachschutz steht zum Verkauf
Bereits vor 2 Tagen hatte ich es über Twitter und Skype mitbekommen: Datenwachschutz und der dazugehörige Blog sollen verkauft werden. Nachdem vor ein paar Monaten Robert Basic seinen Blog äußerst erfolgreich verkaufen konnte, scheinen immer mehr Blogbetreiber an einen Verkauf ihrer Seite zu denken.
Bei Carsten Hoppe, dem Besitzer von Datenwachschutz kommt allerdings zu dem reinen Blog auch noch sein eigentliches Unternehmen hinzu, welches primär über die eigene Seite betrieben wird. So können Privat- und Geschäftskunden Fotos oder Texte über bzw. von sich selbst aus dem Netz löschen lassen. Der dazugehörige Datenwachschutz Blog hat es inzwischen auf wirklich beachtliche 33.500 Artikel geschafft.
Als Hauptgrund für den Verkauf der Seite wird wie so oft Zeitmangel genannt, an dem gerade in letzter Zeit viele Blogger zu leiden scheinen.
Zwar denke ich nicht, dass der Verkauf von Datenwachschutz zu einem ähnlichen Rummel führen wird wie der Verkauf von Basic-Thinking, allerdings lassen die Eckdaten von Datenwachschutz auf einen ähnlich spannenden und lohnenden Ausgang blicken:
Pagerank Datenwachschutz.de: 5
Pagerank Blog.Datenwachschutz.de: 4
Deutsche Blogcharts: Platz 73
Blogoscoop: Platz 54Gesamtumsatz 2008
12.089,18 Euro
Carsten weist in seinem Artikel darauf hin, dass Datenwachschutz derzeit nicht nur der günstigste Anbieter in Sachen Reputationsschutz ist, sondern dass auch durch den kontinuierlichen Ausbau von SEO und dem richtigen Konzept hinter Datenwachschutz Einnahmen von 100.000 Euro pro Jahr möglich wären.
Dem Käufer von Datenwachschutz sollte allerdings klar sein, dass ein sehr hoher Aufwand auf ihn wartet. Schließlich muss nicht nur das Vertrauen der Kunden gewonnen werden, auch das oben erwähnte „richtige“ Konzept muss stimmen um weiterhin 10.000 Euro und aufwärts im Jahr mit der Seite verdienen zu können.
Wie steht Ihr zum Thema Blogverkauf? Unter welchen Umständen würdet Ihr euren Blog verkaufen und würdet Ihr selbst bei einem guten Angebot den ein oder anderen Blog aufkaufen? Freue mich über Meinungen, Erfahrungen und Gedanken in den Kommentaren















Overberg
Ich blogge mit meinem Namen, daher kann man meinen Blog nicht mal eben verkaufen…
ThesisWorld
Carsten Hoppe. Nicht Christian Hoppe.
Daniel - Geldkrieg
Verdammt, das kommt davon wenn man nicht zu 100% hin schaut :-/
Andy
Ich glaube nicht, dass ich meinen Blog verkaufen könnte. Da hängt doch soviel von einem drin.
Und Blog kaufen eher auch nicht, da baue ich lieber was eigenes auf.
Trends
Ich habe es mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Jedoch wo sind da 33.500 Artikel. Im Archiv ist ein Jahr vorhanden, das wären 100 Postings pro Tag, selbst im 10 Jahren sind das immer noch 10 pro Tag, also so zirka + –
Basti
Bei kommerziellen Blogs mit eher unpersönlichen Nachrichten ist gegen ein Verkauf nichts einzuwenden, aber jedem Blogger der richtig “blogt” also privates Mitteilt und sein Leben mit der Öffentlichkeit teilt dem würde ich vor einem Verkauf seiner “Seele” abraten!
Peter
Blogverkauf sehe ich skeptisch, sehe Basicthinking. Die neuen Betreiber machen was vollkommen anders, und ich glaube das in ein Jahr Basicthinking an Bedeutung verlieren wird.
Auch sind die Preisvorstellungen die manche Blogger haben vollkommen unrealistisch. Klar kann man hochrechen, monatliche Einnahmen mal 18 und bekommt irgend ein Wert XXXXX raus.
Nur sollte jeder bedenken das ein Blog eigentlich nur eine Domainname ist mit eine bestimmte Zahl an Artikel. Ob jetzt jeder Artikel wirklich so Top ist steht auf ein anderen Blatt.
Top Blogs die auch sehr bekannt sind haben durchaus Chancen verkauft zu werden auch für ein angemessenen Preis. Dies kann zwischen 10 000 und 60 000 Euro liegen. Wer aber ein Blog hat der ähnlich wie Geldkrieg sowohl an Besuchern, Bekanntheit etc hat der wird sich begnügen müssen bei ein Verkauf wenn am ende ein Betrag zwischen 1000 und 5000 Euro rauskommt. Alles andere sind Phantasie zahlen die zwar überall genannt werden aber in die realität nie erreicht werden.
Dr. Satori
@Peter:
Was gibt es daran skeptisch zu betrachten, mal nebenbei 46.000 Euro einzusacken? Ein Blog ist eben nicht nur ein Domainname – vollkommener Unsinn. Ein Blog hat einen PageRank (bei Google + Alexa), einen festen Besucherstamm, einen Bekanntheitsgrad, einen Charakter, ein Charisma.
Ein Domainname hat erstmal überhaupt nichts. Für einen Blog wie Geldkrieg, würde ich (momentan) keine 500.- Euro auf den Tisch legen. Es ist für mich kein Problem, auf einen Blog innerhalb eines Monats, täglich 500 reale Besucher zu bekommen. Habe es erst neulich wieder an 2 Blogs praktiziert. Einen kontroversen Artikel schreiben, über den sich die Leute das Maul zerfetzen und rummsbumms, waren über 500 Besucher innerhalb eines Tages auf dem Blog.
Wer meine Dienste also in Anspruch nehmen möchte, kann dies gerne tun, allerdings ist es nicht ganz billig. Bei den Werbebloggern kommt dann die Gefahr hinzu, dass, wenn sie meine Artikel veröffentlichen, ihnen die Google-Werbemöglichkeit entzogen wird.
Julia Stern
Ich glaube dass sich viele Blogger einbilden, ihren Blog nun mit einem Top- Preis zu verkaufen. Naja Robert Basic hats ja vorgemacht. Aber mal ganz ehrlich, wenn mir mein Blog etwas bedeutet (und das tut mir meiner z.B.), dann würde ich den nie im Leben verkaufen. Gut man bekommt mal schnell “gutes Geld”. Mehr aber auch nicht. Es ist jedem seine Sache, ob er es macht oder nicht. Mir wäre es das nicht wert.
Grüße
Julia
Internetblogger
Ein eigenes Blog mal so nebenher zu verkaufen!? Hm…ob dies eine gute Idee ist, ich glaube eher nicht. Es muss sicher jeder für sich selbst wissen. Vor allem hat in den oberen Comments jemand erwähnt, dass wenn man private Sachen im Blog hätte und dann das Ganze verkaufen?
Business-Blogs lassen sich durchaus gut verkaufen, vorausgesetzt man hat auch die Blogdomain genug bekannt gemacht(PR, Alexa, Traffic, Content, Feedleser) usw. Ansonsten braucht man das gar nicht versuchen, meiner Meinung nach.
Ich würde es mit meinem Privatblog nicht tun, nicht weil ich auch nur ein Hobby-Blogger bin, sondern weil es sich auch nicht gehört, eigenes Blog-Kunstwerk weiterzugeben.
Georg
Für alle die, die wissen möchten was datenwachschutz.de mindestens kosten soll:
http://www.ecombase.de/forum/index.php?showtopic=38528&st=15
Michael
Sehe den ganzen Blog-Verkaufs-Trend eher kritisch. Wenn man kreativ ist und genügend Arbeit reinsteckt kann man auch selbst einen erfolgreichen Blog aufbauen.
Es ist zudem noch ungewiss ob die Leser auch bei einem neuen Eigentümer noch regelmäßig vorbeischauen…
Trends
Offenbar ging der Verkauf doch schnell über die Bühne. Ich hatte ich am heutigen Sonntag darauf eingestellt, bei Ebay das Ende der Versteigeung zu verfolgen und nun lese ich, dass alles schon gelaufen ist.
Morgen will Carsten dann mehr veröffentlichen. Da bin ich mal gespannt!
Heribert Wendholt
Ich habe sehr interessiert Eure Kommentare zum Datenwachschutz-Verkauf gelesen.
Ihr schätzt also auch das Projekt positiv ein – wie ich. Aber es stimmt: Es steckt jede Menge Arbeit in dem Projekt, weil die Programmierung bedauerlicherweise nicht den aktuellsten Stand der Technik darstellt. Weil ich als Programmierer so viel Wert auf straffe Organisation und Übersichtliche Strukturen lege, war ich etwas enttäuscht über den Zustand vom Source. Das muss ich jetzt nach und nach beheben. Ihr kennt den Ausdruck “gewachsene Struktur”. Ein anderer Kommentator hält den Mindestpreis von 10.000 € für völlig überzogen. Ich schätze ein Projekt, das auf seinem Gebiet Markt- führerschaft hat eigentlich hoch ein. Der Pagerank spielt für mich persönlich einen nachrangigen Wert, entscheidender sind die Besucherzahlen und die Transparenz, vom RICHTIGEN Kunden gefunden zu werden. Das Bloggen macht Spaß, zumal ich mich nicht auf ein Thema fixieren werden, das wird auf Dauer für den Blogger und seine Leser ermüdend. Aber da ich gänzlich neu in der Bloggerszene bin, habe ich ein offenes Ohr für Eure Hinweise und Verbesserungsvorschläge, wenn sie mir einleuchten! Also tut Euch keinen Zwang an und mailt mir was Euch nicht gefällt, ich werde mich bemühen,
es besser zu machen. Ausserdem finde ich in der Bloggerszene häufig Schreibtalente und wäre angenehm überrascht, wenn mir so jemand anböte, einen Artikel für meinen Blog zu schreiben.
Grüße, Heri