Der eigene Newsletter: Deutsche Blogger greifen an
Was bei bekannten Top Bloggern wie Darren Rowse, Yaro Starak, Shoemoney und wie sie nicht alle heißen schon seit langem Gang und gebe ist, und obendrein auch ein kräftiges Business Standbein darstellt, findet nun auch bei dem ein oder anderem bekannten Blogger aus Deutschland seinen Anfang. Die Rede ist vom eigenen Newsletter, der als weiteres Marketinginstrument für den eigenen Blog fungieren soll.
Warum ein eigener Newsletter?
Newslettern wurde schon vor einigen Jahren der Untergang prophezeit, trotzdem halten viele Unternehmen in Zeiten von RSS Feeds, Twitter, Facebook & Co. am Newsletter und am E-Mail Marketing fest.
Warum? Mal abgesehen davon, dass der normale Internetnutzer keine RSS Feeds bzw. Reader kennt, liegt dies vor allem an der einfachen Art seine Zielgruppe mit allen wichtigen Informationen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu versorgen. So können Firmen Ihre Kunden bequem z.B. 1x in der Woche über spezielle Angebote und Schnäppchen informieren und dem Abonnenten den Firmennamen erneut ins Gedächtnis rufen und so eine langfristige Kundenbindung schaffen.
Auch Blogger können zu diesem Zweck einen eigenen Newsletter aufbauen, der die Abonnenten mit nützlichen Informationen aus der Branche und Tipps & Tricks versorgt. Diese sollten in dieser Form nicht im eigenen Blog zu finden sein und somit einen Mehrwert und einen Anreiz darstellen den Newsletter zu abonnieren.
Deutsche Blogger mit eigenem Newsletter
Ausschlaggebend für diesen Artikel war vor allem der neue Selbstständig im Netz-Newsletter. Noch bevor der erste Newsletter verschickt wurde konnte Peer über 300 Abonnenten zählen, die sich für den Newsletter angemeldet haben. Herzlichen Glückwunsch dazu!
An diesem Beispiel konnte man schön sehen wie viel Vertrauen, aber auch Erwartungen, an den neuen Newsletter gestellt werden. Schließlich erwarten Newsletter Abonnenten nicht einfach nur aufgewärmte Blogbeiträge sondern einen möglichst hohen Mehrwert.
Der Grund für die vielen Abonnenten liegt bei Peer klar auf der Hand: Durch seine beiden Blogs „Selbstständig im Netz“ und „Blogprojekt“ konnten schon im Vorfeld viele Leser und Besucher auf den Newsletter aufmerksam gemacht werden. Des weiteren konnte Peer bereits mit seinem „Blog Projekt“ Newsletter in der Vergangenheit Erfahrungen sammeln, in welchem er seinen Abonnenten jede Woche einen interessanten Traffic Tipp zur Verfügung stellt.
Doch nicht nur Peer ist als bekannter deutscher Blogger mit einem neuen Newsletter online gegangen. Auch Eisy hat inzwischen die 3te Ausgabe seines neu aufgelegten Webmaster-Newsletter‘s versendet und online gestellt.
Den eigenen Newsletter bekannt machen
Anhand der beiden genannten Beispiele möchte ich einmal grob darauf eingehen, wie man seinen eigenen Newsletter bekannt machen kann.
Blog Artikel über den Newsletter verfassen
Wer einen gut besuchten Blog mit vielen Stammlesern vorweisen kann, hat so die Möglichkeit auf einen Schlag viele Abonnenten für seinen Newsletter zu gewinnen. Bei „Selbstständig im Netz“ wurde der Newsletter mit einem entsprechenden Artikel angekündigt. Eisy hatte bereits im April 2009 einen Newsletter gestartet und dieses Thema im März diesen Jahres erneut aufgenommen ohne vorher im Blog darauf hinzuweisen. Nach der ersten Ausgabe konnte sein Newsletter dennoch 90 Abonnenten aufweisen, was ohne große Ankündigungen meiner Meinung nach sehr beachtlich ist.
Newsletter Ausgaben online veröffentlichen
Durch das Veröffentlichen der ersten bzw. einiger Newsletter Ausgaben auf dem eigenen Blog können sich die Leser ein Bild vom Newsletter und dessen Themen machen. Wenn die veröffentlichten Newsletter den Leser ansprechen, werden sich diese mit Sicherheit für den Newsletter anmelden um die folgenden Ausgaben nicht zu verpassen.
Bei Eisy können interessierte Leser die ersten 3 Ausgaben des Newsletter online einsehen und sich so ein Bild über die Erscheinung und die Themenauswahl des Newsletters machen.
Peer hingegen verfolgt hier eine andere Taktik. Bei Ihm gibt es zwar ein Newsletter Archiv, allerdings können nur angemeldete Abonnenten die bisherigen Newsletter einsehen. Sicherlich hätte er durch das Veröffentlichen des ersten Newsletters dem einen oder anderen Zweifler den Wind aus den Segeln nehmen können, jedoch sprechen die Kommentare und die hohe Anzahl an Vorababonnenten eine ebenso deutliche Sprache.
Newsletter über Twitter bekannt machen
Twitter eignet sich hervorragend um den eigenen Newsletter bekannt zu machen. So kann man seine Follower nicht nur auf den Newsletter hinweisen, sondern diesen auch kleine Informationen zum aktuellen Newsletter bieten.
Peer weist z.B. ab und an in seinem Twitter Account auf einen neuen Traffic Tipp im Blogprojekt Newsletter hin und unterstreicht dies mit einem passenden Artikel in seinem Blog. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies auch bei seinen neuen Affiliate Tipps im SiN-Newsletter der Fall sein wird.
Newsletter Anmeldung prominent im Blog platzieren
Damit möglichst viele Blog Leser auf den Newsletter aufmerksam werden, sollte man die Anmeldung möglichst prominent im Blog platzieren.
Bei Selbstständig im Netz findet man dazu in der Sidebar einen auffälligen Banner, der den Newsletter anpreist und den Leser die Möglichkeit gibt das Archiv aufzurufen oder aber sich beim Newsletter An- bzw. Abzumelden.
Auch Eisy hat einen eigenen Menüpunkt mit denselben Funktionen auf seinem Blog integriert. Oben Rechts im Header findet sich der entsprechende Punkt „Newsletter“ wieder. Ich hätte eine Platzierung in der Sidebar vorgezogen um den Punkt etwas auffälliger zu platzieren, aber was nicht ist kann ja noch werden und ich bin sicher das Eisy hier seine Gründe haben wird.
Newsletter Vermarktungsmöglichkeiten
Natürlich kann man mit seinem einem eigenen Newsletter auch Geld verdienen. Am einfachsten und Effektivsten funktioniert dies mit Direktvermarktung oder aber durch Affiliate Marketing.
Newsletter Direktvermarktung
Wer eine entsprechende Anzahl an Abonnenten aufweisen kann, für den kann es sich lohnen entsprechende Direktvermarktung in seinem Newsletter zu betreiben. So können z.B. spezielle Tools, Dienstleistungen, Agenturen etc. pp. vorgestellt werden, die euch für diese Empfehlung im Newsletter bezahlen.
Partnerprogramme im Newsletter
Ein weiterer lukrativer Weg durch den Newsletter Geld zu verdienen ist der Einsatz von Affiliate Links. Wenn ihr in eurem Newsletter zum Beispiel ein Buch oder ein Tool vorstellt, könnt Ihr hier wie im Blog auch euren Partnerlink nutzen um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Werden diese Angebote oder Tool Vorstellungen noch mit einem Gutschein gekoppelt, der euren Newsletter Abonnenten spezielle Rabatte gewährt, lassen sich häufig einige extra Sales und Leads generieren.
Ich hoffe mal, dass Eisy und Peer in den kommenden Monaten ab und an etwas Einblick in die Newsletter Statistiken geben werden. Neben etwaigen Einnahmen wären hier vor allem natürlich ein paar Zahlen schön, was die generierten Besucher angeht oder – falls technisch machbar – wie hoch die Öffnungsrate des Newsletters letztlich tatsächlich ist.
Newsletter Software für Blogger
Sowohl Eisy als auch Peer setzen bei ihren Newslettern auf Cleverreach, einen kostenpflichtigen Dienstleister der sich auf das Thema Newsletter & Email Marketing spezialisiert hat. Cleverreach übernimmt dabei den kompletten Ablauf von der Anmeldung bis zur Erstellung und Versand der Mails, so dass euer eigener Server entlastet wird.
Preislich gesehen bietet Cleverreach 2 interessante Modelle an: Einmal das Abo Modell, bei welchem pro Monat ein bestimmter Betrag gemessen gezahlt wird und es ein maximales Versandlimit gibt. Wer in unregelmäßigen Abständen Newsletter versenden möchte, kann auf das Prepaid Modell zurückgreifen, in welchen nur dann gezahlt werden muss, wenn auch tatsächlich etwas verschickt wird.
Wer das ganze erst mal langsam angehen lassen will und nicht gleich einen Dienstleister für den Newsletter nutzen möchte, hat inzwischen auch direkt aus WordPress heraus die Möglichkeit seinen Lesern einen eigenen Newsletter anzubieten.
Hier bietet sich zum Beispiel die beiden Plugins Mailpress oder Newsletter an.
In den kommenden Tagen werde ich noch ein paar weitere Dienstleister, Plugins und Tools im Detail vorstellen, die euch beim Aufbau eines eigenen Newsletters unterstützen können.
Fazit
Ein eigener Newsletter kann nicht nur eine weitere Einnahmequelle für das eigene Business darstellen, es ist vor allem eine weitere Möglichkeit Leser dauerhaft an den eigenen Blog zu binden und so wiederkehrende Besucher und Traffic zu generieren.
Ich wünsche sowohl Peer als auch Eisy alles Gute für ihre Newsletter Zukunft und bin gespannt was sich die beiden in der Zukunft noch rund um ihren Newsletter und den Blog ausdenken werden.
Wie ist eure Meinung zu dem Thema? Würde sich für euren Blog ein eigener Newsletter lohnen? Was haltet Ihr vom neuen Selbstständig im Netz Newsletter und dem Newsletter von Eisy? Warum abonniert Ihr Newsletter oder warum würdet Ihr niemals einen Newsletter abonnieren? Ich freue mich auf eure Meinungen zu dem Thema in den Kommentaren.













eisy
Hallo Daniel,
ich muss erstmal sagen, dass ich seit vielen Monaten nicht mehr auf Deinem Weblog war, weil irgendwann die Frequenz nachgelassen hat. Leider habe ich nie auf Twitter richtig von spannenden Themen hier im Weblog mitbekommen und so dauerte es bis heute, bis ich mal wieder hier landete. Daher zunächst ein großes Lob! von mir, zum neuen Design auf dem Weblog. Schaut sehr ansprechend aus! Auch wenn das nicht das Thema des Beitrags ist, musste ich das jetzt mal loswerden weil ich zuletzt noch dein altes blaues Design im Kopf hatte.
Zum Thema Newsletter kann ich Dir sagen das Du auf jeden Fall zwei gute Newsletter für Deinen Beitrag verwendet hast. Unterschiedlicher hätte es gar nicht sein können. Peer verdient durch Werbung oder Partnerlinks sein Geld, ich verdiene gar kein Geld weil ich keine Partnerlinks setze und keine Werbung vermiete. Bei Peer kann man Newsletter nur als Abo lesen und dann auch im Archiv. Bei mir kann man bisher jeden Newsletter auch ohne Abo lesen, frei. Peer thematisiert gern seine eigenen Themen und spricht dabei noch weitere eigene Themen an. Ich thematisiere eher externe Themen anderer Leute und schreibe nur ein bis zwei Themen im Newsletter selbst dazu.
Ich habe derzeit – kann ich dir offen schreiben – 170 Abos beim Newsletter, davon sind 166 Abos aktiviert und 4 stehen noch schwebend. Nur wie gesagt, man kann den Newsletter bequem ohne Abo lesen. Daher empfinde ich die Zahlen nach nur drei Ausgaben als sehr hoch. Peers 300 Abos vor der ersten Ausgabe sind klasse, da kann man sagen was man will. Ich finde es dennoch schade das man die Ausgaben nur per Abo lesen kann. Habe aber ein Abo und bin sehr gespannt wie sich der SiN Newsletter entwickelt. Vielleicht schreibt Peer ja irgendwann in seinen Einnahmen-Reports auch den Newsletter mal mit rein. Bei mir kann man darauf lange warten, denn der Newsletter ist und bleibt ein werbefreier Newsletter der mir keinerlei Einnahmen bringt.
Wie soll ich es erklären. Ich hatte ja mal das mysteriöse „Webmaster Magazin“ in Planung – kennst Du vielleicht noch. Das ging aber in Hose. Nicht wegen meiner Motivation, sondern wegen meiner Zeit. Der erste Versuch mit dem Newsletter ging auch in die Hose – wegen der Motivation. Für mich ist der Newsletter wie man ihn jetzt kennt, eine Mischung aus meinem Plan mit dem Magazin und dem Bestreben nach einem Newsletter. Gemischt habe ich wirklich großen Spaß am Newsletter und freue mich weiterhin über jedes neue Abo.
Newsletter verlieren trotz Twitter, Facebook & Co. vermutlich nie ihre Existenzberechtigung. Es gibt kaum einen anderen Weg um seine Zielgruppe wirklich direkt anzusprechen und ich denke auch nicht, dass es so bald ein Instrument geben wird, was dem klassischen Newsletter den Rang abläuft! Blogger die eine etwas größere Zahl an Lesern haben und diese Leser mit mehr Themen bedienen wollen als nur mit den eigenen, denen kann ich nur zu einem eigenen Newsletter raten. Man muss ja keine Regelmäßigkeit entwickeln. Ich habe meinen Newsletter jetzt auch immer freitags veröffentlicht. Wer jetzt glaubt das ist immer so, den muss ich enttäuschen. Die Newsletter erscheinen zwar meist an einem Freitag, aber nicht jeden Freitag. Den Zwang möchte ich nicht haben.
Ja, genau dies wollte ich mal kurz gesagt haben! Danke für Deinen sehr guten und auch informativen Beitrag. Wie gesagt, angenehmes und deutlich besseres Design in deinem Weblog!
Beste Grüße
eisy
Enrico
Hi,
ich habe ja größten Respekt vor Bloggern die einen eigenen Newsletter aufziehen. Schließlich soll da ja auch immer wirklicher Mehrwert geboten werden. Bei Peers Blogprojekt kann ich mir das noch gut vorstellen, bei mir zum Beispiel wäre wahrscheinlich nach dem 5. oder 6. Newsletter schon richtig Arbeit angesagt, ähnlich schätze ich das bei Eisy ein. Also, Respekt an die Jungs, das ist echt viel Arbeit!
Edit: Habe ich wieder zu langsam geschrieben und Eisy hat schon selbst erklärt das so ein Newsletter auch mal scheitern kann…
Daniel - Geldkrieg
Hey Eisy,
danke für die Blumen und wohl einen der längsten Kommentare die sich hier in der Vergangenheit angesammelt haben. Zum Thema Blog- und Artikel Frequenz: Wie du schon sagtest sind Zeit und vor allem die langfristige Motivation einen Blog oder ähnliches am Leben zu halten. Wenn beides knapp wird bzw. abnimmt muss man eben auch mal Abstriche machen
Die Newsletter Thematik habe ich aus den Gründen aufgegriffen die du ebenfalls genannt hast. Prinzipiell würde ich Peer und dich grob in das selbe Blog Umfeld sortieren, weswegen ich es spannend fand eure beiden Newsletter zu abonnieren und diese einmal direkt zu vergleichen. Ich hatte mir dabei schon gedacht, dass du keine Werbung oder Partnerlinks im Newsletter integrieren willst, da du in einer älteren Ausgabe dies kurz angedeutet hattest. Glückwunsch übrigens auch zu den ~170 Abonnenten, da ist deine Taktik mit dem Veröffentlichen der Newsletter recht gut aufgegangen.
Ich freue mich in jedem Fall auf weitere Ausgaben beider Newsletter um zu schauen in welche Richtung sich das ganze entwickeln wird und vor allem in wie weit dieser zusätzliche Service sich auf eure Blogs und natürlich auf die folgenden Newsletter auswirken wird.
@Enrico:
Ich habe ebenfalls großen Respekt vor den beiden und jedem anderen Blogger der neben seinem Blog einen erfolgreichen Newsletter betreibt bzw. aufbauen will. Ich hätte persönlich sicherlich ebenfalls das Problem, dass ich aktuell keine Zeit hätte einen Newsletter aufzubauen und so zu betreuen wie ich es im Idealfall gerne tun würde. Sicherlich ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen und wie Eisy schon geschrieben hatte muss auch ein Newsletter nicht zwingend alle X Tage oder Wochen erscheinen
Burkhard
Hallo!
Im eigenen Newsletter steckt ein großes Potential, das oft unterschätzt wird. Es heißt unter Internetmarketern nicht umsonst “In der (Verteiler)Liste steckt die Macht”. Aber es ist natürlich auch mit einem großen Aufwand verbunden, so eine Liste aufzubauen. Und richtig finanziell interessant, also lukrativ, wird es erst ab ca. 50.000 Abonnenten. Natürlich lässt sich auch mit weit aus weniger Abonnenten mit dem Newsletter etwas verdienen, denn es spielen neben der Anzahl auch weitere Faktoren eine Rolle. Aber ab dieser Größenordnung zahlt sich der Aufwand auch wirklich aus. Hab ich mal gehört
Florian Lerch
Ich sehe eigentlich keinen Grund, warum Newsletter in absehbarer Zeit sterben sollten. Solange jeder User eine E-Mail Adresse hat, wird es auch immer irgendeinen Verwendungszweck für Newsletter geben.
Maschinenblogger
Mit Eisy und Peer sind mit Sicherheit 2 Schwergewichte in den Ring gekommen, die wie im ersten Kommentar nicht nur unterschiedlich aufgestellt sind, sondern auch einen extrem hochwertigen Kontent mit einem – meiner Meinung nach – sehr informativen und Mehrwertlastigen Kontent aufwarten können.
Ein Newsletter würde hier schon Sinn machen, wenn nur die wichtigsten Themen im Monat kurz im Überblick erwähnt werden, für all die Leser die nur selten “Blogs direkt verfolgen” und eher gezielt nach Themen das Netz durchstreifen.
Ich glaube die 2 Beispiele zeigen jedoch auch gut, dass ein Newsletter somit für 98% aller Blogs gar nicht realisierbar ist – nicht von der reinen Machbarkeit, sondern vom Content her.
@ Burkhard :
Wenn es um das reine Verkaufen geht, ist eine Zahl von 30tsd. + Empfängern sicherlich richtig um in die Gewinnzone zu kommen. Bei reinen Informationsseiten (oder Blogs) sieht das jedoch anders aus. Schon eine 3-stellige Anzahl von Lesern kann hier den Aufwand rechtfertigen.
Manuel
Ich bin erstaunt wie viele Firmen dieses, meines Erachtens wirklich einfachen und zudem mächtigen Marketingtools, ausser Acht lassen. Mit einer Liste lässt sich so einiges anstellen wenn man die passende Schreibweise, Angebot für die Leser bereit hält. Als Upsell Instrument für Firmen mit eigenen Produkten absolut zu empfehlen.
Auch für parkierte Domains mit wenig Traffic sehe ich keinen Grund was gegen ein Opt-In Form spricht, dennoch wird dies nicht gemacht (zumindest hab ich es so im deutschen Raum noch nicht gesehen). Ich empfehle jedem der den Einstieg mal wagen will den Einsatz von Mailchimp (kostenlos bis 3k Mails/Monat) da es kinderleicht zu bedienen und wirklich super zuverlässig funktioniert.
Alexander
Die Idee einen Newsletter einzurichten, mag auf ersten Blick relativ leicht erscheinen, aber um erfolgreich zu sein, gehört schon etwas mehr.
Zuerst müssen die Themen stimmen. Dann sollten die Newsletter regelmäßig erscheinen. Des Weiteren muss die Gestaltung der Newsletter gut überdacht sein, so dass die Mails auch gelesen werden. Nächster Punkt wäre die Kontrolle, ob Newsletter bei einigen Empfänger evtl. im Spamfilter landen. Usw., usw., …
Zudem glaube ich, dass man für einen Newsletter noch mehr Geduld mitbringen muss als für einen Blog, was die Abonnentenzahl angeht. Die Entwicklung wird hier wohl wesentlich langsamer sein. So könnte es schwierig werden, die Motivation auch über einen längeren Zeitraum zu behalten.
Ein weiterer Punkt wäre die richtige Wahl, wie man einen Newsletter versendet. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Externe Anbieter, PHP-Scripte, Desktop-Programme…Auch hier sollte man sich vorher genau informieren, damit man später nicht die falsche und womöglich teure Wahl trifft.
Nimmt man alle diese Faktoren zusammen, lohnt sich ein Newsletter in meinen Augen nur für Seiten, die bereits eine gewisse Größe haben und einfach ihr Angebot, was Informationen angeht, vergrößern wollen. Für den Rest erscheint es mir nicht sehr sinnvoll. Höchstens als Hobby ohne weiteren Ambitionen.
Michael
Ich kann mich meinen Vorgängern nur anschließen. Der Newsletter wird sicherlich nicht aussterben. Ein Blick über den großen Teich reicht doch aus. Viele großen amerikanischen Blogger arbeiten mit Newsletter. Hier liegt einfach ein riesiges Potenzial. Natürlich hängt das mit viel Arbeit zusammen, aber das schöne an Newslettern ist doch das man diese vollkommen automatisieren kann
.
Michael
Ich habe 2 Blogs, die auch als eMail – Abo über RSS / Feedburner genutzt werden können. Es gibt sehr wenige Leser, die diesen Weg nutzen.
Und als Newsletter-Konsument gibt es gerade einen einzigen Newsletter, den ich auch wirklich lese, alle anderen werden entweder gleich nach Mail-Eingang gelöscht oder so schnell wie möglich abbestellt.
Aber vielleicht bin ich auch eine Ausnahme, das will ich gar nicht ausschließen …
Gruß Michael
Darby
Ich nutze Newsletter für viele Projekte und kann den Sympathien nur zustimmen: Newsletter werden nicht sterben und sind eine optimale Vermarktungsplattform für entsprechende Zielgruppen.
Aber: ich glaube nicht, das Newsletter für jeden Blogger funktionieren. Viel zu sehr kommt es dafür auf den Informationsgehalt und Themenbereich des jeweiligen Blogs an (entsprechend des Gedanken: wieso soll ich mir die Nachrichten oder Artikel per E-Mail zukommen lassen, wenn ich die Informationen schon aggregiert im RSS-Reader finden kann? Welche exklusiven Themen werden ausschließlich im Newsletter angesprochen bzw. nur für den Newsletter optimiert?). Daher würde ich erstmal nicht jedem Blogger empfehlen, sich an einem Newsletter zu versuchen. Selbst wenn aus Neugier anfangs die Abonnentenzahl hoch ist, läuft man Gefahr, unnötig Zeit und Geld zu investieren.
Nichtsdestotrotz: Newsletter sind ein starkes Tool, wenn sie gut sind und auch sinnvoll aufgebaut sind.
Divena
Die meisten U.S. Topblogger haben alle ihr Optin-Liste und um an möglichst viele Subscribers zu kommen braucht mein ein möglichst interessantes Goodie mit dem man die Leute anködert…
Ich habe alle möglichen Listen abonniert nur um zu schauen wie diese arbeiten und welche Inhalte so verbreitet werden und ich finde dass diejenigen, die ihre Liste nutzen um einen etwas intimeren Kontakt zu ihren Lesern aufbauen – sprich eine sinnvolle Erweiterung zu den Bloginhalten bieten und den ein oder anderen Leckerbissen ausschließlich den Listenanhängern präsentieren – wesentlich mehr Erfolg haben als jene, die nur stumpf Affiliateprodukte anpreisen.
Ich denke die Liste eignet sich idealerweise dazu aus seinen Lesern Fans werden zu lassen und Fans unterstützen und kaufen viel lieber als normale Leser…
Die Liste ergänzt den Blog als eigenständiges Medium und jeder Blogger und Internetmarketer, der es zu etwas bringen will sollte eine haben… Ich arbeite gerade sehr intensiv an meinem Giveaway um eine deutsche Liste im Zusammenhang mit meinem neuen Blog aufbauen zu können.
Liebe Grüsse aus Lima, Divena
Tobias (Scout4.me)
@Divena
Als Giveaway eigenen sich kostenlose E-Books oder Videos natürlich immer sehr gut. Allerdings sollte man sich genau überlegen, welche Ziele man mit seinem Newsletter verfolgt. Denn ein Newsletter ist nicht zu jedem Thema erfolgreich.
Chris
Hi!
Ich finde den Newsletter von blogprojekt.de einfach genial! Sehr hochwertige Infos zum Thema Traffic-Generierung jeden Montag im Postfach!
Ich denke Email-Marketing ist nach wie vor eine Waffe und wird es auch noch lange bleiben!
Grüße
Chris
Marco
Der Newsletter hat auch den Vorteil,das er (zumindest sehr oft) freiwillig aus Interesse angefordert wird.Das bedeutet,das er auch gerne gelesen wird und nicht wie bei Spam-Mails direkt gelöscht wird.
Rene
Naja die Frage ist ja sicherlich auch wieviele Leute den Newsletter dann auch wirklich lesen. Ich halte es eigentlich für unsinn einen Newsletter bei blogs einzusetzen da jedes halbwegs gute Mail programm auch RSS feeds empfangen kann und somit ja schon laufend benachrichtig wird..
Sigrun
Ich glaube, viele Leute sind zum Thema RSS Feeds usw. noch nicht so fit wie vielleicht mancher denkt und ziehen wirklich einen Newsletter vor. Wenn man einen echten Wert in den Newsletter packt, denke ich schon, dass man ein sehr aufgeschlossenes Publikum erreicht, das ja selbst abonniert hat… wobei mich konkrete Verkaufszahlen oder Klicks auf Affiliate Seiten schon interessieren…
Jürgen Schnick
Hallo zusammen, ich bin absoluter Verfechter eines Newsletters für einen Blog. Eine eigene Email-Liste stellt nicht nur eine zusätzliche Möglichkeit dar, Geld zu verdienen, bei vielen sehr großen Bloggern weltweit ist das die einzige Variante, mit der sie Geld verdienen und zwar richtig viel Geld.
Aber wie bei allen Marketing-Instrumenten ist auch bei der “Liste” der richtige und sorgfältige Umgang damit der Schlüssel zum Erfolg.
Wenn man seine Subscriber lediglich 1x pro Woche mit Affiliate-Links zumüllt, dann werden die meisten sich ziemlich schnell wieder vom Newsletter abmelden. Hier bringt eine gute, ausgewogene Mischung den Erfolg. Regelmäßige, hilfreiche und nur über den Newsletter zu bekommende Infos und gelegentliche (sehr wenige) Werbebotschaften funktionieren bei mir recht gut.
Ein sehr mächtiges Instrument kann so eine Subscriber-Liste werden, wenn sie gut gepflegt ist (die Leute bekommen regelmäßig Mails) und wenn man schon vor dem Eintragen in die Liste ganz deutlich sagt, dass man auch Werbung darüber verschickt. Wenn man da von Anfang an mit offenen Karten spielt, nimmt es kaum jemand übel, wenn er dann mal einen Newsletter mit einem Affiliate-Link bekommt (möglichst in guter, hilfreicher Information verpackt).
So richtig zum Einsatz kommt die eigene Liste dann, wenn man eigene Produkte oder Dienstleistungen darüber vermarktet, also keine Affiliate-Produkte. Mit einer gut gepflegten Liste erreicht man deutlich höhere Conversions als die üblichen 1%. Und da braucht man auch keine Liste mit 50.000 Einträgen. Denn wenn davon nur 10% meine Newsletter überhaupt lesen und dann 1% davon mein Produkt kauft, dann habe ich lieber eine Liste mit 800 Einträgen, von denen 80% meinen Newsletter auch wirklich lesen und von denen dann 15% mein Produkt kaufen, oder? Und diese 15% sind machbar.
Der wahre Wert einer eigenen Newsletter-Liste wird aber erst dann offenbar, wenn man sich für den Verkauf eines eigenen Produktes oder einer eigenen Dienstleistung mit anderen Bloggern (die ebenfalls eigene und gut gepflegte Listen unterhalten) in Form von Joint Ventures zusammen tut und die dabei mein Produkt als meine Affiliates über ihre Listen bewerben. Dafür werden dann üblicherweise 50% des Verkaufspreises als Provision gezahlt. Das kann (entsprechenden Hype im Vorfeld vorausgesetzt) dann sehr schnell zu richtig viel Umsatz führen. Bestimmt hat der eine oder andere solche Aktionen in letzter Zeit schon bemerkt, die werden ja in der Regel auch durch reichlich Einsatz von Web 2.0 Plattformen durchgezogen und wirbeln entsprechend Staub auf.
Jürgen Schnick
Mario
Ich denke wenn es nicht soviele Spam-Mails gäbe wie z.B. die mit der Riesen-Erbschaft, dem Hilfegesuch aus Südafrika wegen einer Erbschaft, Jobangebote bei denen man gleich Millionen verdient usw. usw., dann hätten es die echten Newsletter einfacher, an den Mann oder die Frau gebracht zu werden.
Peter
@mario: natürlich wäre es dann viel einfacher! leider ziehen hier einige schwarze schafe den ganzen markt nach unten!
Roman Spendler
Newsletter: Ja oder Nein
Ich nutze und lese auch Newsletter. Somit ist man immer up2date, was die Produkte von einigen Unternehmen anbelangt. Denn ein Newsletter ist doch nichts anderes als ein Werbeblatt, z.B. Prospekt von Saturn. Daniel, ich kann dir nur zustimmen. Es macht Sinn einen Newsletter für eine Homepage oder aber auch für einen eigenen Blog zu erstellen. Wenn der Blog wirklich sehr bekannt ist, dann sollte man das in Erwägung ziehen. Mich würde es auch einmal interessieren, wie Eisy und Peer diese statistisch auswerten. Wie viele lesen den Newsletter, aber vor allem, wie viele klicken den neuen Beitrag an und lesen ihn?
Ich finde den Artikel sehr informativ. Gerade wenn es darum geht, die Frage zu beantwortet, ob man sich einen Newsletter einrichten sollte oder nicht.
Meine Antwort dazu ist: Ja, Newsletter machen Sinn und generieren auch mehr Traffic!