Die Story vom 5-Millionen-Dollar Mann

Der Mann heißt Allborz Fallah und ist ehemaliger Schüler von Yaro Starak (er war also Teilnehmer an Yaro\’s Blog Mastermind Kurs). Inzwischen dürfte er seinen alten “Meister” locker überholt haben. Das ist wohl auch der Grund warum Yaro auf seinem Blog entrepreneurs-journey.com ein Interview mit seinem ehemaligen Schüler veröffentlichte.

Selbst John Chow ist von dessen Geschichte begeistert und widmete dem 5-Millionen-Dollar Mann einen eigenen Artikel.

Übrigens gibt es das gesamte Interview auf entrepreneurs-journey.com als MP3 zum Download und als PDF-Dokument.

Ich will an dieser Stelle die Geschichte von Allborz Fallah kurz darstellen.

Wie schon erwähnt ist Allborz einer der ersten Schüler von Yaros Blog Mastermind Programm gewesen und inzwischen der wohl Erfolgreichste von allen! Sein Blog CarAdvice.com.au ist einer der wichtigsten in Australien und inzwischen sehr bedeutend für die gesamte Autoindustrie.

Dieser Blog hat enorm viel Besucher und bringt mit Hilfe von Werbung jedes Jahr hunderttausende von Dollar ein. Allborz selbst war bereits in ganz Europa unterwegs um die außergewöhnlichsten Autos der Welt zu testen. Sein Blog ist zu einem richtigen Unternehmen geworden. Schon beneidenswert der Kerl, der mit seinem Hobby so viel Geld einfährt.

[Foto via entrepreurs-journey.com]

So fing alles an

Das interessante an der ganzen Geschichte ist, dass Allborz wie du und ich irgendwann mal von Null angefangen hat. Ihm gehörten ein paar Domains und er wusste nicht was er damit anfangen solle. Yaro riet ihm damals dazu einen Blog zu starten. Das tat er auch. Er startete genau 3 Blogs, weil er sich für kein Thema entscheiden konnte. Er wollte sehen, welcher am Besten läuft, um sich dann später auf diesen einen zu konzentrieren.

Der Auto Blog bekam die meisten Besucher, also schmiss er die beiden anderen über Bord und fing an langsam immer mehr Content aufzubauen.

Dann schlug ihm Yaro vor, es einmal mit Adsense Werbung zu versuchen. Anfangs war er nicht begeistert, davon seinen Blog mit dieser Art Werbung zu verschandeln, aber er wollte seine Hosting-Kosten decken. Nach einer Weile verdiente er damit $10 täglich. Nach ein paar Monaten war er bereits bei $100 täglich angelangt und er entschied sich bei Adsense auszusteigen, um andere Werbeformen zu testen.

12 Monate später hatte der Blog ein Monatseinkommen von $30.000 erreicht. Wieviel er heute verdient will er nicht verraten, aber ihm wurde von Investoren ein Blog-Wert von $5 Mio. bescheinigt. Bis dahin arbeitete er aber immer noch Vollzeit in seinem damaligen Job.

Das änderte sich aber, als er Teile seines Blog an Investoren verkaufte. Nun konnte er sich hundert prozentig auf sein kleines Unternehmen konzentrieren. Inzwischen wächst und wächst es immer weiter.

Er konnte sich den Luxus erlauben mehrere Millionen Dollar Kaufangebote auszuschlagen. Er stellte Mitarbeiter ein, die ihm beim Schreiben der Artikel helfen. Außerdem schreibt er nun für mehrere Online Unternehmen Artikel für deren Automobil Sparten.

Er schuf sich also ein richtiges Imperium. Und alles begann mit einem kleinen Hobby-Blog, den er in seiner Freizeit schrieb, um zu sehen wie gut dieser ankommen würde.

Das Interview

Das Interview ist sehr interessant. Hier erzählt Allborz, wie er nach und nach seinen Traffic gesteigert hat und wie er die Firmen dazu bekam ihn zu unterstützen.

Am Ende seines Artikels über Allborz fasst Yaro nochmal alle Dinge zusammen, die man aus dem Interview lernen kann:

  • Du kannst einen Blog zu jedem beliebigen Thema starten, egal wie heiß umkämpft es ist. Du musst diese Nische nur regional herunterbrechen. Im Falle von Allborz war es das Thema Autos. Er schrieb aber direkt für Australier und nicht für weltweites Publikum. Ein anderes Beispiel wäre: Über LAN-Parties schreiben, aber speziell für deine Stadt! (z.B. Berlin oder Hamburg etc.)
  • Wenn du nicht weißt worüber du bloggen sollst, dann probier es einfach aus!
  • Man kann auch als Teilzeitblogger erfolgreich sein
  • Kontrovers zu schreiben kann enormen Traffic bringen. Starke Meinungen stechen heraus und ziehen Aufmerksamkeit auf sich
  • Suchmaschinen-Traffic kann sehr mächtig sein, wenn man ein paar Sachen richtig macht, wie zum beispiel die richtigen Überschriften zu wählen (wie Allborz)
  • Man soll in großen Dimensionen denken. Der Blog muss nicht zwangläufig klein bleiben – versuche mit der Unterstützung von Investoren das nächste Level erreichen.

Soweit also zu Allborz Fallah. Yaro veröffentlichte dieses Interview, um für sein Blog Mastermind Programm zu werben. Wer dort Mitglied wird hat übrigens auch Zugang zu10 weiteren Interviews mit anderen Ex-Schülern von Yaro, die man sich auch downloaden kann.

Alles in allem eine sehr interessante Geschichte. Die Frage, ob sowas in Deutschland möglich wäre erübrigt sich wahrscheinlich. Obwohl, wieviele Auto-Blogs gibt es eigentlich? :-)

Ich denke dass das Vertrauen zu einem Blogger etwas größer ist, als zu hauptberuflich angestellten “Auto-Redakteuren”. Denn ein Blogger ist eine Person wie du und ich. Er schreibt wahrscheinlich auch anders über neue Autos als ein Redakteur (ala “…absolut geiles Auto…”). Ich würde sowas lieber lesen als so ein Experten-Geschwafel.

Also Leute schreibt einen Auto-Blog und verdient euch eine goldene Nase! Wo sonst sollte sowas möglich sein als im Land der Autos?

Nun von mir die altbekannte Frage: Ist das in Deutschland möglich? Schreibt mir in den Kommentarbereich.

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Kommentare


  1. Lukas
    26. Juli 2008

    Jup, Websites über Autos können viel Kohle einbringen. Das liegt daran, weil Autobegeisterte Menschen, meist Männlich, mit dem Computer nicht besonders gut vertraut (aber genau soviel, dass sie immerwieder auf “die” Seite kommen), und wenn es um Sportwagen geht, auch oft finanzstark sind.
    Punkte für viele Besucher auf einer Autoseite:
    -Man muss sich mit der Materie auskennen
    -Viele professionelle Bilder
    -gutes Design (bei dieser Zielgruppe ganz wichtig)
    -vielleicht sollte man nicht direkt ein auf “Blogger” machen (das verwirrt die Zielgruppe und macht die Site vielleicht zu freakig, siehe CarAdvice)
    Schönen Abend noch
    Luke

    Lukass zuletzt geschriebener Artikel: Ich werde US-Präsident!



  2. nastorseriessix
    26. Juli 2008

    Schön und gut, aber sowas haben schon andere in DE versucht und bisher ist mir keiner bekannt der es geschaft hat damit. Vielleicht mag es daran liegen, das es bislang keinen gab der es derart professionell in DE aufgezogen hat wie zB. der o.g. Typ in Australien.
     
    Ganz gleich woran es liegt, meiner Meinung nach hat das was mit der Kutur der Deutschen und der Mentalität in unserem Land zutun.

    nastorseriessixs zuletzt geschriebener Artikel: Halo Wars – Das Halo Universum geht weiter…



  3. Lukas
    26. Juli 2008

    @nastorseriessix
    Ganz bestimmt. Denn in Deutschland herrscht schlicht und einfach die Geiz-ist-Geil-Mentalität. Deutsche lassen sich nicht einfach und schnell zu einem (Beispiel) T-shirtkauf in der grössenordnung von 15€ überreden. Dies hat auch mit der Zahlungart zu tun. Auch wenn Kreditkarten immer mehr genutzt werden, vielen Leuten käme es gar nicht in den Sinn diese auf einer Website einzugeben, denn die Medien haben den Zusammenhang Internet / Kreditkarte als böse abgestempelt.
     
    Lukas

    Lukass zuletzt geschriebener Artikel: Ich werde US-Präsident!



  4. Damian
    26. Juli 2008

    Erstens funktionieren solche Sachen meist nur einmal wirklich gut und wenn sie funktionieren, dann sicher nicht in Deutschland, sondern in Amerika.
     
    Gruß
    Damian

    Damians zuletzt geschriebener Artikel: Easy Directory Preview



  5. DavidG
    26. Juli 2008

    PS: das ganze spielt in Australien ;-)



  6. Lukas
    26. Juli 2008

    Vielleicht gehen sie da auch lockerer mit ihrer KK um?
     
    Lukas

    Lukass zuletzt geschriebener Artikel: Ich werde US-Präsident!



  7. DavidG
    26. Juli 2008

    Ich denke der hat einen Großteil des Geldes dafür bekommen, dass ihn die Firmen dafür bezahlten, dass sie bei ihm auf den Blog werben durften. Weniger also mit Verkäufen von irgendwelchen Produkten…



  8. Damian
    26. Juli 2008

    @DavidG
    ja ich weiß. aber zu 95% hört man solche sachen immer aus amerika. natürlich gibt es auch gute ideen in deutschland und anderswo, aber die kann man nahezu an einer hand abzählen.
     
    gruß
    damian

    Damians zuletzt geschriebener Artikel: Das bessere Blog Layout ?



  9. bloggylicious
    26. Juli 2008

    Ich war gestern noch auf seinem Blog. Echt beneidenswert der Typ!!

    bloggyliciouss zuletzt geschriebener Artikel: Blog-Stöckchen: Was bringen Marketing-Blogs?



  10. Lukas
    26. Juli 2008

    @Damian
    Naja, früher hörte man viel von Leuten aus Finnland etc… Amerika ist halt gorss. Das ist so wie mit der Geschichte, dass in amerikanischen Gefängnissen Zigaretten verboten sind, weil sich einmal ein paar gefangene aus den Filtern ein Messer gebaut haben (angeblich wahr, aber diese Regel gilt nur in einem County-Gefängnis).
     
    Amerika hat 200mio Einwohner, Deutschland 80.
    Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast ;)

    Lukass zuletzt geschriebener Artikel: Ich werde US-Präsident!



  11. Freetagger
    27. Juli 2008

    Klingt ja fast wie im Märchen. naja es gibt halt Glückspilze. Aber die kann man am Finger abzählen, von daher nicht so viel drauf einbilden.

    Freetaggers zuletzt geschriebener Artikel: iPhone auf 2.0 gebracht



  12. Max
    2. August 2008

    Tja, man muss ich ja nur mal anschauen, wie viele Menschen es gibt auf der Erde, die im Internet surfen und englisch sprechen/lesen können und dann mal das ganze mit deutschen Nutzern vergleichen. Es ist einfach nicht so starkt skalierbar, wenn man sich nur auf den deutschen Markt bezieht. Deutsche sind auch noch nicht so Webaffin und halten sich nach wie vor recht häufig offline auf, wenn es um bestimmte Fragestellungen geht. (Sie fragen z.B. liebe einen Bekannten, als in einem großen Themenblog nachzuschauen, was sie für ein Notebook usw kaufen sollen.) Aber mit den Generationen wird sich die sicherlich wandeln und eröffnet Bloggern zumindest die Aussicht auf mehr.

    Maxs zuletzt geschriebener Artikel: Finanzliteratur: Islamic Banking


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