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Geld verdienen mit einem Webshop

Hallo. Geldkrieg.de ist im Urlaub. Dafür gibt es Gastartikel, die um Gewinne im Geldkrieg-Gewinnspiel kämpfen. Heute ein Artikel von www.internetblogger.de

Wenn man eines Tages das Internet als ein globales und grenzenloses Medium kennenlernt, macht man sich des Öfteren Gedanken, ob man nicht auch damit Geld verdienen kann. Vor allem bietet sich dieser Aspekt dann an, wenn man bereits die meiste Freizeit im Internet und vor dem PC verbringt. Eines der Methoden, welche man für das Erzielen von Nebeneinkünften im Internet nutzen kann, ist der Betrieb eines Onlineshops.

Gründung eines Webshops

Mit einem Webshop und einem dazu passenden Nischenprodukt kann man nach einigen Wochen bereits erste Ware verkaufen und Umsätze generieren. Ihr müsst in dieser Angelegenheit ca. 25-50 Euro investieren, weil ohne ein Geben es auch kein Nehmen gibt. Dieses Sprichwort gilt auch gleichermaßen für das Internet. Als erstes sucht ihr euch eine Shop-Software aus. Hierbei möchte ich solche Shop-Skripte wie OS Commerce, XT Commerce und letztendlich den neuen Stern am Webmasterhimmel namens Magento erwähnen. Das letztere ist eine Shop-Software der Zukunft, welche zugleich zahlreiche CMS-ähnliche Elemente enthält und bald über OS Commerce und der XT Commerce stehen dürfte. Mit Magento kann man den Shop nach Belieben seo-technisch optimieren und mit Content füllen wie ein herkömmliches CMS. Das kommt der Shop-Domain suchmaschinen-technisch bekannter weise zugute.

Warenverkauf

Falls der Onlineshop bereits realisiert worden ist, geht es um einen oder mehrere Warenlieferanten. Bevor ihr euch dafür entscheidet, sollte man sich auf dem Internetmarkt umschauen und anhand der Keywordanalyse und auch etlichen Tests idealerweise mit Google Adwords könnt ihr herausbekommen, wie gross der Markt für ein bestimmtes Produkt bereits ist. Google Adwords Analysen eignen sich sogar sehr gut für angehende Webshop-Betreiber.

Als Kleinunternehmer ist von vielen erfahrenen Onlineshops die so genannte Verkaufsmethode namens Dropshipping empfohlen. Ihr stellt die Ware in den Shop ein und wartet ab, bis die Zahlung eingegangen ist. Erst dann bestellt ihr für diese Summe abzüglich eures Gewinns die Ware und das Produkt wird nach dem Geldeingang durch den Lieferanten an die Empfänger-Adresse versendet. Achtet bitte dabei, dass die Lieferzeit auf 5-7 Tage gesetzt ist, damit man keine Lieferschwierigkeiten bekommt. Euch bleibt dann nur noch die Buchhaltung inklusive Rechnungsstellung und die Kundenbetreuung, die eine bedeutende Rolle spielt. Die Rechnung selbst übersendet ihr entweder dem Dropshipper als PDF und er legt diese dem Paket bei oder ihr könnt diese nachträglich sowohl per E-Mail als auch per Post an den Kunden versenden.

Promotion der Produkte und des Webshops

Die Promotion der Ware und Produkte kann mitunter durch Google Adwords erfolgen und die Kosten dafür kann man mit Google Adsense und anderen Werbekampagnen refinanzieren. Die Shop-Domain selbst sollte man in diverse gut gerankte Shopverzeichnisse eintragen. Das Marketing via Blogkommentare und das Artikelmarketing hilft einem Webshop-Betreiber, den Bekanntschaftsgrad der Domain zu verbessern. Es ist auch möglich, ein Business-Blog mit dem Onlineshop zu verbinden, indem man nur über die verkauften Produkte bloggt und somit auch aus dem Text heraus zum Shop verlinkt. Dadurch ist ein enormes Kundenvertrauen gewonnen und man würde früher oder später als ein glaubwürdiger Verkäufer im Internet gelten.

Sobald man diese Schritte beachtet hat, ist es machbar nach ca. 30-40 Tagen die erste Ware zu verkaufen. Die Shop-Fertigung geht etwa so vonstatten: In 20 Prozent der Zeit sind 80 Prozent des Shops fertig und andersherum: Die anderen 20 Prozent des Shops werden dann in 80 Prozent der Zeit fertiggestellt. Es muss nicht alles gleich perfekt sein, sondern wird ein Webshop innerhalb von 48 Stunden onlinegestellt und mit den ersten Artikeln gefüllt. Ihr könnt euch auch schon vorher nach einem Nischenprodukt umschauen und eigene Recherchen anstellen.

Wenn man es richtig anstellt und etwas Glück hat, sind höhere Einnahmen möglich, da falls der Shop zum Laufen gebracht wurde, nur noch die Promotion und die Kundenbetreuung gemacht werden muss. Da die Konkurrenz in der deutschen E-Commerce sehr gross ist, sucht euch unbedingt ein Nischenprodukt aus und verkauft weltweit sowie bietet auch neue Zahlungsmethoden wie Visa und PayPal an.

Ich selbst blogge in meinem Blog Internetblogger.de zum Thema Internet, Web2.0, Onlinemarketing und E-Commerce.

Autor: Alexander Liebrecht von internetblogger.de


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Kommentare


  1. MillionMaker
    2. September 2008

    Hi
    denke es ist einfacher über Ebay seine Produkte zu verkaufen als der Aufbau eines eigenen shops. Bei Ebay hat man die richtige Kundschaft bereits am start.
    Aber asonsten ein guter Artikel gut fand ich die Erwähnung von Dropshipping.

    Gefehlt hat leider die ebay komponente. Ein Shop wird wohl nicht drumherum kommen auch mal bei Ebay waren zu verkaufen.



  2. Benjamin
    2. September 2008

    Sehr guter Beitrag und endlich mal ein paar konkrete Empfehlungen bzw. Vorgehensweisen. Ich habe bisher noch keinen eigenen Webshop betrieben, da ich mir den Warenkauf-und Wiederverkauf nun nicht auch noch ans Bein binden wollte. Ist es denn soviel effektiver, als wenn man über Zanox oder andere Werbenetzwerke Besucher vermittelt und Provision erhält?

    Benjamins zuletzt geschriebener Artikel: Nofollow, wo man nur hinsieht!



  3. Mike
    2. September 2008

    Wirklich Interessanter und gut geschriebener Artike. Vielleicht werden die anderen noch besser.



  4. Internetblogger
    2. September 2008

    @MillionMaker,
    du hast mit Ebay vollkommen recht, dass der Warenverkauf dort einfacher und bequemer vonstatten gehen würde, vor allem für Anfänger in der E-Commerce. Das war mir auch beim Erstellen des Beitrages bewusst, aber ob es auf Dauer bei Ebay effektiver ist, das ist sehr umstritten. Die Konkurrenz ist noch höher als unter den Onlinehändlern, die Ware wird unter dem gesunden Preisniveau verkauft. Wenn man nicht direkt in China kaufen kann oder bei einem anderen asiatischen Grosshändler, hat man mitunter Probleme, die Ware loszuwerden.
    Wenn aber ein richtiger Onlineshop sich erstmal im Internet etabliert hat, dann hat man es geschafft und die Shopadresse wird überall auftauchen, wenn dafür Promotion gemacht wird. Es ist auch einfacher einen direkten Onlineshop zu vermarkten als einen Ebayshop. Man kann sicherlich auch eine Domainweiterleitung auf den Ebayshop einrichten. Des Weiteren ist Ebay-Kundschaft richtig gross, das stimmt und es ist auch möglich bei diesen 3 bekannten OpenSource-Shopssoftware Ebay-Module zu integrieren. So verkauft man im Internet und auch bei Ebay gleichzeitig.
    @Benjamin,
    danke für dein Feedback. Das ist eine gute und wertvolle Erfahrung, auch wenn man bei Ebay verkauft, macht es einen Spass. Aber wenn man davon leben müsste, muss ein funktionsfähiges Konzept her. Deine Aspekte, die dagegen sprechen würde, kann ich verstehen, daher habe ich auch Dropshipping erwähnt. Es ist klar, dass es trotzdem Warenwiederverkauf ist, aber du hast in Regel mit der eigentlichen Ware nichts zu tun. Natürlich kannst du dir diese zuerst nach Hause versenden lassen und du schickst diese dann selbst an den Käufer. Ansonste gehen die Produkte nach Kauf vom Grosshändler direkt an den Käufer, ohne Umwege, und du muss nichts einpacken etc.
    @Mike,
    ja und ich hoffe, dass der Artikel einigermassen ankommen wird:). Die anderen Beiträge habe ich auch auch schon zum grössten Teil gelesen und fand viele auch informativ.
    Gruesse..

    Internetbloggers zuletzt geschriebener Artikel: Geld verdienen mit eigenen Videos



  5. Peter
    2. September 2008

    Gute Beitrag mit viele Tipps.
     
    Zum verkauf über Ebay kann ich nur soviel sagen.
     
    Richtige Shopbetreiber nutzen Ebay nur als Türöffner. Das heißt sie stellen ein gewisse zahl von ihre Produkte bei Ebay ein und sorgen dafür das Interessenten dann zu ihren Shop geleitet werden. Bei Ebay sollte man nie die Gebühren vergessen die bei manche Artikel doch recht hoch sein können.
     
    Auch ist es recht schwer bei Ebay unter die unzähligen Angebote überhaupt Aufmerksamkeit für eure Angebote zu bekommen. Mag seind as ähnliches gilt für ein eigenen Online Shop nur habt ihr den Vorteil das wenn diese Shop Namen bekannt gemacht worden ist, ihr dann eine eigene Shop (Marke) Namen habt.
     
    Was evtl. nützlich wäre für manche Shopbetreiber wäre eine zusammen arbeit mit ein besucherstarken Blog zwecks besser Präsenz….

    Peters zuletzt geschriebener Artikel: Goldene Zeiten



  6. Alex
    2. September 2008

    @Peter,
    du hast es richtig erkannt. Wenn man zig oder Hunderte Ebay-Artikel in einem Ebay-Shop einstellt, fallen doch schon enorme Gebühren sowie eine Verkaufsprovision an. In einem eigenen Webshop hat man nichts dergleichen und kümmert sich um andere wichtige Dinge im Sinne des Verkaufens.
    Den ersten Artikel bekommt man sicher bei Ebay verkauft, aber auf die Dauer hin gesehen, ist ein Webshop das bessere Verkaufsmittel. Wie schon gesagt, in jedem Marketingkonzept gibt es Schattenseiten oder man hat hier und da weniger Glück:).
    Gruesse..

    Alexs zuletzt geschriebener Artikel: Geld verdienen mit eigenen Videos



  7. nastorseriessix
    2. September 2008

    Dieser Artikel gefällt mir doch schon um einiges besser, als die vorherigen. Schön erklärt und mit ein paar Beispielen. Ob Ebay nun besser oder schlechter ist als ein eigener Onlineshop, das muss jeder selber für sich herausfinden würde ich mal so sagen. ;) :D

    nastorseriessixs zuletzt geschriebener Artikel: I Kissed a Girl – Katy Perry



  8. Ben
    2. September 2008

    Guter Artikel, gefällt mir auch wesentlich besser als die vorherigen Artikel.

    Bens zuletzt geschriebener Artikel: Roxio WinOnCD 2009 mit Blu-ray Support



  9. Internetblogger
    2. September 2008

    @Nastorseriessix,
    ja und erst dachte ich, der Text wäre zu lang, aber bei dem positiven Feedback hier, ist es wahrscheinlich genau richtig. Das mit Ebay stimmt auch wieder und es gibt wirklich viele Verkäufer, welche mit mit dieser Verkaufsplattform gut klar kommen und auf diesem Zug bereits dauerhaft fahren. Die anderen hingegen verkaufen lieber in einem Webshop. Muss eben jeder selbst wissen:).
    @Ben,
    und ich hoffe, dass ich bei diesem Gewinnspiel etwas abstauben darf. Den Artikel habe ich noch in vielen Newsportalen eingereicht, damit der Traffic auch stimmt:).
    Gruesse..

    Internetbloggers zuletzt geschriebener Artikel: Geld verdienen mit eigenen Videos



  10. Typo3 Seo
    2. September 2008

    Hallo
    Also der Artikel ist echt super nett – Also vorallem finde ich auch das Magento bald XT Überholen wird! 
    Wegen Ebay wollte ich auch etwas sagen – als mir ist lieber ein neuer Shop also Ebay – finde Ebay einfach zu komplex!
    LG



  11. yannick
    2. September 2008

    @Benjamin, wenns gut läuft sind die Gewinnspannen höher als bei Partnerprogrammen.



  12. Skullblog
    2. September 2008

    Ich würde da mal bekannte Webshops verwenden da sie schon welche kennen und es da sicherlich schneller gehen wird Geld zu verdienen wenn das was man verkaufen will auch jemand kaufen will
     
    gruß
    Skullblog
     
     
     
     

    Skullblogs zuletzt geschriebener Artikel: Blogschrott.net wird verkauft!



  13. MillionMaker
    2. September 2008

    mich würde interessieren wer gute Droppshipping anbieter kennt. Im Artikel ist lediglich die rede davon aber konkrete Anbieter gibt es kaum noch. oder es werden keine genannt.
    Wär gut einige Aufzulisten sodass man sich eine meinung bilden kann.
    Danke



  14. Mediensache
    2. September 2008

    Im Zeitalter von Amazon und Co. wird es immer schwieriger mit einem eigenen Webshop Geld zu verdienen. Es sei denn, man hat eigene Produkte. Die einzige Chance sehe ich in der Spezialisierung bzw. sich für eine bestimmte Nische zu entscheiden und dort versuchen, das Geld zu machen.

    Mediensaches zuletzt geschriebener Artikel: Google Chrome Download



  15. Internetblogger
    2. September 2008

    @Typo 3 SEO,
    also Magento-Shopsoftware hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen, wobei ich für einen Webmaster darüber einen ganzen Beitrag verfasst habe. Magento ist sozusagen der neue Stern am Sternenhimmer der eCommerce der Zukunft:). Bei Ebay gehen viele Meinungen auseinander, was auch völlig in Ordnung ist.
    @Yannick,
    das ist auf jeden Fall meistens der Fall, so dass man nur Adsense in den Shopseiten einbinden muss, um zum Beispiel das Shopmarketing mit Google Adwords wieder refinanzieren zu können.
    @Skullblog,
    ja es wäre ohne Frage sehr vorteilhaft, wenn man eine bereits bekannte Shopdomain für ein eigenes langfristiges Shopprojekt nehmen würde. Die Vorteile kann man sich selbst ausmalen:).
    @MillionMaker,
    ja danke für die kleine Bemerkung und ich weiss jetzt nicht mehr, warum ich es ausgelassen habe. Dazu kennt sich der Herr Leuch von Leuch.de gut aus und im Internet gibt es auch ein paar hilfreiche Foren, welche nur über E-Commerce und Dropshipping schreiben. Da kann man sich ein paar Tipps holen. Dropshipper gibt es für fast jedes Produkt. Die Seite Dropshipping-portal.de kannst du mal besuchen. Und hier findest du in meinem älteren Beitrag etwas dazu. Überall muss du vorher anfragen und ohne den Gewerbeschein läuft nichts. Viele Onlinehändler bieten sowas an, aber man kann es in vielen Shops nirgendwo auf der Shopstartseite erkennen, daher einfach mal anfragen. Da die meisten Dropshipping nicht kennen, das Verkaufsprinzip kurz erklären und fragen, ob man sowas machen kann.
    @MEdiensache,
    das mit dem Nischenprodukt, da gebe ich dir absolut recht und ohne eine Spezifikation würde sowas nicht unbedingt erfolgreich funktionieren. Man kann dennoch verkaufen, aber wohl nicht so sehr, womit sich gutes Geld verdienen lässt.
    Gruesse..
     



  16. Toni
    2. September 2008

    Wenn hier nicht schon mal einer der Gewinner feststeht? :)

    Sehr Interessanter Artikel, Magento kann ich auch beim Aufbau des eigenen Webshops empfehlen, aber da gibt es noch einige weitere sehr Interessante Open Source Projekte zum erstellen des eigenen Webshops. TechDivision hat dazu mal alle verfügbaren CMS aufgelistet, hier der Link dazu: http://blog.techdivision.com/open-source-shopsysteme-im-uberblick/
     
    Gruß Toni



  17. Ulf
    3. September 2008

    Das in fast allen “Geld verdienen mit xy” Blogs und Beiträgen nur so mit Unwissen um sich geschlagen wird, bin ich ja schon gewohnt, aber solchen haarstreubenden Mumpitz findet man auch nicht alle Tage. Ich wäre froh gewesen, wenn du dich wenigstens vor Verfassen eines solchen Beitrages, gescheit mit Grundmarktwirtschaftlichem Wissen auseinander gesetzt hättest, bzw. du dich vorab einmal mit der Thematik zumindest etwas praxisbezogen auseinander gesetzt hättest. Anhand der bisherigen Reaktionen muss ich auch leider sagen, dass die Leser jeden Käse einfach so für bare Münze nehmen und auch noch daran glauben, hier wäre fundiertes Wissen mitgeteilt worden.

    Zuerst einmal unterliegt ein Online-Shop den gleichen Gesetzen und Voraussetzungen wie jedes andere Ladengeschäft. Der einzige Unterschied zu einem Ladengeschäft ist die Tatsache, dass der Vertrieb online stattfindet, man eine größere Reichweite und somit mehr potentielle Kunden hat und meist eine Einsparung an Unterhaltungskosten (kein Personal, geringere Lagerkosten, kein Geschäftsmiete, etc). Damit enden jedoch schon die Unterschiede zwischen Online Shop und Ladengeschäft. Wer mit einer anderen Einstellung an die Sache heran geht, hat von vornherein verloren und dem wird sehr schnell die Realität um die Ohren pfeifen.

    Man sollte sich vor Augen halten, dass die Zahl der OpenSource Online-Shops bereits jetzt in die Zehntausende im deutschsprachigen Raum geht (einfach einmal in Google mit +”eCommerce Engine” +”2006 xt:Commerce Shopsoftware” eine Suche starten – und das sind nur die xt:Commerce Installationen ohne die anderen unzähligen OpenSource Systeme). Über 90% dieser Shops fristen ihr Dasein auf genau den in diesem Beitrag genannten – und mit Verlaub unüberlegten – Prinzipien:

    1. OpenSource Shop installieren.
    2. evtl. noch Template kaufen und installieren.
    3. Shop mit irgendwas füllen, was es noch nicht geben könnte oder nicht so verbreitet ist.
    4. Geld verdienen.

    Ja nee, is klar. Das übertragen wir jetzt einmal auf ein praktisches Ladengeschäft und mieten einen alten, leerstehenden Bau, schmeissen Trödel auf einen Haufen in der Mitte, stellen die Kasse auf und warten auf Kundschaft. Ja, so in etwa lautet die Überlegung aus obigem Beitrag.

    Todsicheres Geschäftsgebaren würde ich meinen.

    Dann überlegen wir doch einmal, wie es in der Praxis wirklich aussieht und halten uns vor Augen, dass grundlegende Beweggründe für Kunden in einem Online Shop einzukaufen folgende sind:

    1. Oftmals günstigere Preise als im Ladengeschäft.
    2. Der bequeme Vorteil, nicht das Haus verlassen zu müssen.
    3. Keine Möglichkeit, die betreffende Ware regional zu erhalten.
    4. Die absolute Markt- und Preistransparenz, denn mit Hilfe von Preissuchmaschinen und Bewertungsportalen lassen sich schnell die günstigsten und vom Service her guten Shops ausmachen.
    5. Die schnelle und einfache Kaufabwicklung sowie die schnelle und bequeme Zusendung der Ware.

    Mit Punkt 5 heben wir also schon einmal den Käse von wegen Dropshipping auf, denn Shops basierend auf diesem Model haben es aufgrund der langen Lieferzeiten nicht nur schwer im eCommerce sondern können normalerweise auch aufgrund der langen Lieferzeiten keine Stammkundschaft aufbauen und diese langfristig halten.

    Dropshipping widerspricht auch dem seit langem anhaltenden Trend schneller und unkomplizierter Zahlungssysteme zwecks schnellerer Abwicklung der Zahlungsmodalitäten. Neben der altehrwürdigen Kreditkartenzahlung seien hier auch PayPal und Sofortüberweisung genannt. Kunden suchen bewusst diese Zahlungsmöglichkeiten, da sie wissen, dass der Shopbetreiber die Bezahlung “just in time” erhält und somit auch die Warenzustellung “just in time” erfolgen kann oder zumindest sollte. Jemand der online Ware bestellt, nimmt keine Wartezeiten von 5, 6 oder mehr Tagen hin, nur weil ein Betreiber mal eben selbst zuerst die Ware bestellen muss. Die schnellen Zahlungssysteme sind nämlich meist mit zusätzlichen Kosten/Gebühren verbunden und diese ist ein Kunde nur bereit zu zahlen, wenn auch der Versand entsprechend schnell vonstatten geht (max. 2 Tage nach Bestellung/Bezahlung).

    Kommen wir aber noch auf die Shopsysteme selbst zu sprechen. Die oben genannten Shopsysteme sind reine Grundgerüste. Für sich alleine genommen reichen diese nicht zum erfolgreichen betreiben eines Shops aus. Man hat lediglich eine kostenlose Grundlage auf derer man ein gescheites eCommerce Geschäft aufbauen kann. Die oberste Prioriät in einem Shop hat nämlich die einfache und verständliche Benutzerführung, eine seriös anmutende und ansprechende Optik, sowie noch einige weiter wichtige Faktoren und davon ist in der Grundinstallation dieser OpenSource Systeme nichts vorhanden. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass mehr als 60% der Kaufabsichten in einem durchschnittlichen Online-Shop im Warenkorb oder spätestens während des Bestellvorganges enden, da der Kunde den Überblick oder das Vertrauen in den Shop aufgrund unlogischer Benutzerführung verliert. Ein Shop muss also neben einer gescheiten Nutzerführung auch über die entsprechende seriöse Anmutung verfügen (kein Mensch geht in eine Bretterbude einkaufen und genauso wenig kauft man in einem “billig” anmutenden Online Shop ein). Gerade wegen vieler schwarzer Schafe und auch den Betrugsvorfällen bei ebay sind die heutigen Kunden mehr als sensibilisiert, was die optische und seriöse Erscheinung eines Shops angeht. Da muss sich nur jeder an die eigene Nase fassen und einmal realistisch über sein eigenes Kaufverhalten nachdenken. Dadruch kommt jeder sehr schnell zu dem Ergebnis, dass er nicht überall einkaufen wird, nur weil z.B. der Preis recht günstig ist.

    Aber auch der Preis spielt gerade im Online-Handel eine gewichtige Rolle, denn wie oben erwähnt herrscht hier die absolute Preistransparenz dank der unzähligen Preisvergleichsportale und -suchmaschinen. Hier muss man sehr knapp kalkulieren und in kaum einem Bereich kann noch die Rede von ausreichend hoher Marge sein. Stimmt hier nicht das Einkaufsverhältnis aufgrund guter Zuliefer- und Herstellerunternehmen, dann hat sich die Sache bereits erledigt. Jeder Markt ist bereits gesättigt und eine Chance auf Gewinn hat nur, wer aufgrund vieler Faktoren noch konkurrenzfähig ist. Also wie oben erwähnt mal eben durch Keywordanalyse (doppelter Käse) eine Nische finden, ist Schwachsinn (lass die Keywordanalyse wo sie hingehört … beim SEO). Alle Bereiche sind bereits zu genüge gedeckt, wer also nicht bereit ist, durch Einsatz von Zeit und Geld (Marketingmaßnahmen und Positionierung), ein konkurrenzfähiges System aufzubauen, der sollte es direkt sein lassen.

    Ach ja, noch zu diesem Satz hier:

    “Da die Konkurrenz in der deutschen E-Commerce sehr gross ist, sucht euch unbedingt ein Nischenprodukt aus und verkauft weltweit”

    Weltweit verkaufen, ach wie schön, schon einmal an die Versandkosten und evtl. anfallende Zollgebühren für Drittländer (z. B. die Schweiz) gedacht? Es gibt nichts unattracktiveres, als im Ausland einzukaufen, sei es für uns Deutsche oder für Kunden aus anderen europäischen Ländern bei uns. Zum einen haben wir in Deutschland ein anderes und meist höheres Preisniveau, und im gesamteuropäischen eCommerce somit eher geringere Chancen als umgekehrt. Zum anderen entstehen durch den Auslandsversand enorm hohe Zusatzkosten. Kleines Rechenbeispiel? Versand einer Ware von 1kg Gewicht (z.B. einer Vase) im Wert von 50 EUR. Die Versandkosten per DHL, DPD, GLS, etc. betragen hier für die Schweiz rund 15 EUR, hinzukommen rund 20 EUR Zollgebühr. macht in der Summe 35 EUR zusätzlich zum Artikelpreis. Ein echtes Schnäppchen würde ich meinen. Aber selbst ohne Zollgebühren sind die Versandkosten ins Ausland ein entscheidender Faktor, weshalb man sich nur den deutschsprachigen Markt als potentielle Kundenbasis einrechnen darf. Wie bitte sollen Ausländer einen deutschen Shop lesen und durchstöbern? O.k. Man stellt den Shop mehrsprachig zur Verfügung und muss entsprechend enorm administrativen Aufwand betreiben, um auch alle Artikel und deren Beschreibung in alle möglichen Sprachen zu übersetzen. Gut, der ausländische Besucher kann nun die Artikelbeschreibung lesen und wenn ihn das Preisniveau nicht schon verschreckt hat, beginnt er sich zu fragen, wie es mit Garantieansprüchen, Haftung und weiteren Dingen aussieht. Nicht zuletzt mit einem Support in seiner Landessprache… Na dämmert langsam, weshalb der Satz absoluter Schwachsinn ist. Ist es Zufall, das größere Unternehmen wie Amazon, jeweils ein komplett eigenes System in jedem einzelnen Land unterhalten?  Nein verwundert natürlich nicht bei genauer Überlegung, denn unterschiedliches Preisniveau, Versandkosten und -modalitäten sowie Support in der Muttersprache sind hier wichtige Gründe.

    Kein kleiner, auf OpenSource basierender Shop, der als Nebentätigkeit betrieben wird, braucht auf ausländisches Klientel abzuzielen. Hat einer von euch die Angewohnheit Artikel im Ausland zu zusätzlichen Versandkosten zu bestellen? Ich glaub nicht, wozu auch, es gibt alles in unserem Land, gleiches gilt für andere Länder, die haben ihren eigenen eCommerce Markt und warten ganz bestimmt nicht auf uns Deutsche.

    Und glaubt mir, Ich realisere, gestalte und betreue seit über 6 Jahren Online Shops, wenn es eine Faustregel gibt, dann die, dass nur in ganz bestimmten und sehr speziellen Fällen, Waren und Dienstleistungen über Online-Shops ins Ausland vertrieben werden können. Der durchschnittliche Online-Shop hat von 100 Bestellungen aus Deutschland etwa 1-2 Bestellungen aus Österreich und vielleicht der Schweiz. Auf 1.000 Bestellungen kommt mit Glück eine aus anderen europäischen Ländern.

    Mal ganz abgesehen von geschäftlichen und internetrechtlichen Fragen, welchen man sich auch widmen muss. Ohne rechtliche Absicherung ist ein Online Shop ein Fass ohne Boden und man kann u.U. sehr schnell eine oder mehrere Abmahnungen kassieren. Davon also einmal abgesehen, das auch ein Anwalt für rechtliche Sicherheit bezüglich Formulierungen, Datenschutzbestimmungen, AGB und Widerruf sorgen sollte, sieht man sich einer schier nicht enden wollenden Flut von Regeln, Gesetzen und Auflagen konfrontiert und ohne ein wenig Ahnung, bzw. jemandem, der einen dabei unterstützt, ist man sehr schnell verloren.

    Ich könnte jetzt Seitenweise mit Gründen, etc. weitermachen, aber das würde den Rahmen sprengen und ich hoffe du und die Leser kapieren, dass es so nicht geht.

    Einen Blog einzurichten und zu betreiben, ist eine einfache Sache, einen Shop, auch wenn er wie der Blog auf OpenSource Software basiert, eine ganz andere Welt. Also bleib vielleicht bei den gewohnten “ich werd reich durch bloggen” Artikeln, aber versuche ein X für ein U zu verkaufen und womöglich Unwissenden und Leichtgläubigen ein völlig falsches Bild der Tatsachen zu vermitteln.

    Ach ja, ich hoffe meine ganze Schreiberei, wenn auch sehr kritisch und direkt, war nicht vergebens und verschwindet im Nirvana, aber als ich diesen Artikel über hype! gefunden habe, hat doch schon bissel Schnappatmung eingesetzt :-)

    Ulfs zuletzt geschriebener Artikel: PageRank Update: Google führt aktuelles Update für Juli durch



  18. bloggylicious
    3. September 2008

    Super Artikel! Viele nützliche Infos.

    bloggyliciouss zuletzt geschriebener Artikel: Goldene Zeiten für Eigenimporte? Zollfreibetrag wird gesenkt



  19. alex
    8. September 2008

    “Die Promotion der Ware und Produkte kann mitunter durch Google Adwords erfolgen und die Kosten dafür kann man mit Google Adsense und anderen Werbekampagnen refinanzieren.”
    Das ist meiner Meinung nach ein riesiger Fehler. Man gibt Geld für Adwords aus, damit die Kunden auf die Seite gelangen  und ermöglicht man dennen auf andere Seiten zu springen.

    alexs zuletzt geschriebener Artikel: Inspiration Graffiti



  20. Internetblogger
    8. September 2008

    @Alex,
    hinsichtlich dessen, dass die Kunden durch geschaltete Adsense den Shop schnell verlassen können, sobald diese thematisch qualitative Anzeigen sehen, hast du vollkommen recht. Aber, Adwords ist eine gute Möglichkeit im Falle eines neuen Onlineshops, schnell an Kunden, welche direkt nach dem Shopprodukt suchen, zu gelangen. Dabei kann man sich nur auf ein kleines Adsense-Banner in der Produktbeschreibung beschränken.
    Adwords kann demnach im Laufe der Entwicklung des Shops wieder eingestellt werden. Im Beitrag wollte ich lediglich eine von vielen Möglichkeiten aufzeigen, wie man es machen könnte:).
    Danke aber für deinen konstruktiven Hinweis. Gruesse..



  21. Axel F.
    11. September 2008

    Hi !
    Genau das möchte ich auch, Geld verdienen. Seit 3 Jahren habe ich so allerlei Shopsysteme ausprobiert und erst seit ich den jetzigen (KoobiPro 6.2) habe geht es langsam bergauf. Die anderen Shopsysteme konnten nicht optimiert werden, aber der jetzige wird von einer Seo Firma bearbeitet und schon verbessern sich die Besucherzahlen und die Käufe. Es kann nur noch besser werden.
    Frage an DavidG:
    Ich habe schon unheimlich viel über Magento gelesen, aber nirgendwo habe ich etwas von einem Preis gelesen. Weis hier jemand was dieses System kostet ?
    Gruß Axel
     



  22. Tom
    18. September 2008

    Der Start in den Onlinehandel ist nicht mit einem Artikel erklärt, aber irgendwo muss man ja mal anfangen. Eine super Anlaufstelle für Anfänger und Profis ist das Sellerforum



  23. Dropshipping-User
    20. Dezember 2008

    Statt einen eigenen Shop selbst zu erstellen und dann mit passenden Produkten zufüllen, kann man sich auch einen fertigen Onlineshop prall gefüllt mit vielen Produkten für ein paar Euro kaufen. Hier findet Ihr einen Bericht mit Link zum Sofortkauf. Desöfteren gibt es diesen Shop auch unter dem gleichen Link schon ab 1,00 EUR zu ersteigern.



  24. SHOP SUPPORT
    8. Mai 2009

    Ich kann die ECB SEO SHOP SOFTWARE empfehlen. Aktuell – schneller kostenloser Support, komplette SEO Suite im backend – alles kostenlos
    http://www.ecombase.de/eComBASE-Shop-Software.php


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